Münchner Startup Utry.me: Weltweit einziger Online-Probiermarkt startet in Corona-Krise durch

Angetreten als digitales Pendant zu den stationären Testmärkten der FMCG-Branchen im rheinland-pfälzischen Hassloch, macht das Münchner Startup Utry.me aktuell von sich reden: Die User-Zahlen steigen ebenso wie Umsatz und Reichweite – in dieser Zeit bemerkenswert, aber auch logisch.

Mit Utry.me füllt ein digitales Startup die Lücke, die wegen der in Folge der Corona-Krise abgesagten Messen und geschlossenen Probiermärkte aufreißt und die FMCG-Branchen vor enorme Herausforderungen stellt: Auf der Plattform können Verbraucher neue Produkte aus den unterschiedlichsten Bereichen des FMCG-Sampling-Marktes ordern, diese in Ruhe testen und ihre gefragte Meinung dazu kundtun. Die Konsumgüterbranche nimmt dieses Online-Angebot ebenso interessiert an wie die User, die von pauschalen Paketpreisen profitieren: Für 24,90 Euro können sich die registrierten Nutzer ein buntes Produktpaket renommierter Marken zusammenstellen. Und auch für Promotion sorgt Utry.me: in einer Live-Messe über soziale Kanäle.

Utry.me-Live-Messe: News und Trends per Social Media

Aus der Not wird eine Tugend gemacht, wenn das Startup am 15. Mai erneut einen Livestream auf Facebook und Instagram startet: Lebensmittelproduzenten und Getränkehersteller, aber auch Influencer werden wieder dabei sein, um Produktneuheiten und aktuelle Trends vorzustellen. Natürlich stehen die präsentierten Waren gleichzeitig im Online-Sortiment zur Verfügung, sodass Verbraucher die geweckte Neugier direkt befriedigen können.

Damit folgt Utry.me einem bewährten Rezept: Die Premiere hatte bereits am 3. April stattgefunden und die kühnsten Erwartungen übertroffen. Mehr als das Zehnfache der erwarteten Teilnehmerzahl konnte registriert werden – und auch das ist plausibel: Einerseits bedient das Geschäftskonzept eindeutig einen im Zuge der Corona-Krise extrem gestiegenen Bedarf auf Seiten der Hersteller, andererseits haben deutlich mehr potenzielle User aktuell Zeit, sich in Ruhe im Internet zu tummeln und nach Neuigkeiten Ausschau zu halten – eine klassische Win-Win-Win-Situation.

Zahlen, Daten, Fakten: Geschäftsmodell mit Zukunft

Doch Utry.me bietet den relevanten Branchen deutlich mehr: Die sukzessive wachsende Datenbasis erlaubt das Erstellen anonymisierter und nach Alter, Herkunft, Geschlecht sowie Produktkategorien selektierter Kundenpräferenzen per Knopfdruck – die Partnerfirmen profitieren dabei von den wichtigen User-Feedbacks zu ihren Produkten. Wie wichtig es ist, Kundenwünsche ernst- und vor allem aufzunehmen, zeigt sich gerade in der aktuellen Situation: In den letzten Wochen haben Verbraucher zunehmend online eingekauft, und dabei ihr Kaufverhalten verändert.

„Derzeit werden in erster Linie Fertigprodukte, Hygieneartikel und Nahrungsergänzungsmittel nachgefragt – und nicht zuletzt Alkohol“, so Utry.me-CEO André Moll. „Angesichts des aktuellen Trends sind wir mit unseren mehr als 150 Partnerunternehmen zwar schon sehr gut aufgestellt, trotzdem bauen wir das Sortiment im Interesse unserer User permanent weiter aus.“

Die User-Zahl des Startups stieg also mit gutem Grund seit Beginn der Corona-Maßnahmen von 13.000 auf 20.000, was sich direkt im Wachstum des 2018 gegründeten Unternehmens widerspiegelt: Das konnte nämlich seit März um 50 Prozent gesteigert werden – und fordert dem gesamten Team einiges ab: Die zehn Mitarbeiter packen aktuell in Doppelschichten und auch nachts, um die Flut der eingehenden Bestellungen zügig versenden zu können. Aber auch die Anfragen potenzieller Partnerunternehmer und interessierter Influencer nehmen deutlich zu.

Von dieser Entwicklung zeigt sich selbst das Gründerteam überrascht, das einst mit 5.000 Euro Kapital an den Start ging und schon im zweiten Jahr einen positiven Cash-Flow verzeichnen konnte. Heute sind die Ziele des weltweit einzigen digitalen Probiermarktes dieses Formats schon deutlich ehrgeiziger: Bis zum Jahr 2025 will Utry.me zur größten FMCG-Plattform in Europa avancieren.


Beitrag teilen: