eBay feiert 15. Geburtstag: Vom Internet-Auktionshaus zum Online-Marktplatz

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Der weltweite Online-Marktplatz eBay feiert in diesen Tagen seinen 15. Geburtstag. Im September 1995 setzte Pierre Omidyar seine Vision von einem Marktplatz im Internet um. Am Labour Day, dem ersten Montag im September 1995, fand die erste eBay-Auktion statt. Was 1995 in den USA begann, entwickelte sich in den darauffolgenden 15 Jahren zu einer der großen Erfolgsgeschichten im Internet. eBay hat den Handel revolutioniert. Als einer der Pioniere der ersten Stunde hat eBay das Kaufen und Verkaufen im Internet populär gemacht und wie kein anderes Unternehmen geprägt. Heute verbindet eBay jeden Tag Millionen Käufer und Verkäufer auf der ganzen Welt – über den weltweiten Online-Marktplatz eBay, über verschiedene Portale für Kleinanzeigen sowie über den Online-Zahlungsservice PayPal. Inzwischen nutzen mehr als 90 Millionen Menschen weltweit den eBay-Marktplatz zum Kaufen und zum Verkaufen. Im Jahr 2009 wurden über eBay Waren und ebay_bucks.jpgDienstleistungen im Wert von insgesamt 57 Milliarden US-Dollar gehandelt.

Nach den USA ist Deutschland schon seit vielen Jahren der größte und wichtigste Markt für eBay. eBay.de, 1999 gegründet, ist mit 21,5 Millionen unterschiedlichen Besuchern im Monat und einer Reichweite von knapp 50 Prozent unter den deutschen Internet-Nutzern die meistbesuchte Internetseite nach Google. Knapp zwei Stunden verbringen die Nutzer im Durchschnitt monatlich auf dem deutschen eBay-Marktplatz (Quelle: Nielsen//NetRatings, Juli 2010, home & work usage).

Anders als vor 15 Jahren ist eBay heute längst kein Online-Auktionshaus mehr: 56 Prozent des weltweiten Handelsvolumens wird mittlerweile über Festpreisverkäufe realisiert – mit weiter steigender Tendenz. Eine Option für den Kauf zum Festpreis wurde auf eBay erstmals im Jahr 2000 eingeführt. Heute ist es die Verbindung von beidem – die gebrauchten Artikel, die häufig von privaten Verkäufern vor allem in Auktionen angeboten werden und die Neuware der gewerblichen Händler, die meist zum Festpreis verkauft wird – die den typischen riesigen Mix der Angebote bei eBay ausmacht, den die Käufer seit so vielen Jahren so besonders schätzen.

Dr. Stephan Zoll, Geschäftsführer von eBay in Deutschland, zu der Entwicklung von eBay: „Gerade in den letzten zwei Jahren haben wir eBay stark verändert, um unseren Käufern noch mehr Auswahl, attraktive Preise sowie hohe Servicestandards zu bieten und es den Verkäufern noch effizienter und einfacher zu machen, bei eBay Handel zu treiben.“ Im Jahr 2008 wurde in Deutschland erstmals ein unterschiedliches Gebührenmodell für private und gewerbliche Nutzer eingeführt, um deren jeweilige Bedürfnisse besser abbilden zu können. Insgesamt wurden die Gebühren stärker von der Angebotsgebühr auf die Verkaufsprovision verlagert, so dass die Verkäufer heute vor allem dann zahlen, wenn sie auch erfolgreich verkauft haben. Seit Februar 2009 macht eBay mit seinen „WOW! Angeboten“ den Käufern jeweils für einen begrenzten Zeitraum attraktive Einzelprodukte von ausgewählten Verkäufern in begrenzter Stückzahl und zu besonders günstigen Preisen zugänglich. Im Mai 2009 wurden die Markenshops bei eBay eingeführt. Mittlerweile nutzen mehr als 40 Markenhersteller und große Händler wie Eastpak, Triumph, Zwilling oder Bosch den eBay-Marktplatz als alternative Vertriebsmöglichkeit für Vorsaisonartikel und B-Ware aber auch Neuware. Um die Qualitätsstandards auf eBay weiter zu erhöhen, wurden unter anderem Mindeststandards für die Verkäufer auf eBay eingeführt. Außerdem zeigt die Auszeichnung „Verkäufer mit Top-Bewertung“ den Käufern seit Oktober 2009 diejenigen Verkäufer an, die ein besonders hohes Serviceniveau bieten.

Mit Blick auf die Zukunft sagt Stephan Zoll: „Um die Attraktivität von eBay weiter zu erhöhen, haben wir damit begonnen, Kernkategorien von eBay zu individuellen Einkaufswelten umzubauen – der Beginn war im April dieses Jahres unsere Fashionkategorie. Andere Bereiche werden folgen. Außerdem gewinnen wir im Bereich Technologie-Führerschaft und Innovation wieder an Boden. Ein besonders prägnantes Beispiel ist hier unsere Vorreiterrolle im Mobile Commerce.“ Bereits im Jahr 2006 wurden über die mobilen Applikationen von eBay weltweit Waren im Wert von 600 Millionen US-Dollar und in Deutschland immerhin Artikel mit einem Wert von 60 Millionen US-Dollar gehandelt. Für 2010 wird weltweit mit einem über mobile Applikationen erzielten Handelsvolumen von 1,5 Milliarden US-Dollar gerechnet. 

Einer der ersten deutschen Händler auf eBay war Torsten Hornung. Der vereidigte Sachverständige für Briefmarken handelt seit 1997 in seinem eBay-Shop „atp50“ mit Philatelieprodukten und Münzen auf eBay. „Im Vergleich zu den Anfangszeiten ist der Handel bei eBay noch wesentlich internationaler geworden. Ich verkaufe meine Artikel heute in über 70 Länder. eBay stellt für mich nach wie vor die optimale Möglichkeit dar, eine Existenz als Online-Händler aufzubauen oder bestehende Vertriebskanäle zu erweitern.“

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