eBay fügt Twitter und Facebook als Share-Item Funktionalität in den USA hinzu

Die Meldung auf eBayInk las sich wie folgt: eBay Adds New Social Share Functionality to Marketplace. eBay Motors und eBay.com haben laut Richard Brewer-Hay eine kleine, aber signifikante Verbesserungen hinsichtlich der Artikeleinstellungen vorgenommen, dadurch, dass Facebook und Twitter zur Kommunikationsliste hinzugefügt worden sind. Bislang konnten die User ihre Lieblingsartikel nur über E-Mail an ihre Freunde weitergeben.

Im BBC Digital Revolution Blog hatte sich Brewer-Hay schon im August 2009 mit der Eingliederung von sozialen Netzwerken oder Twitter auf eBay auseinandergesetzt: „Das Voranschreiten des sozialen Internets steht ganz im Zeichen der Ursprungsidee und des Ideals von eBay, nämlich das Zusammenbringen von Menschen. Zudem sollen virtuelle Orte kreiert werden, die Leute untereinander bekannt machen, die die gleichen Vorlieben und Ansichten haben … ungeachtet ihrer Nationalität. Die allgegenwärtigen Aspekte des neuen sozialen Webs … entsprechen allerdings eigentlich nicht der momentanen Infrastruktur des Marktplatzes, externe Verlinkung oder Social Media Widgets sind bei individuellen Artikeleinstellungen nicht erlaubt …“

Zwar sei die neue Funktionalität noch sehr einseitig, aber es ist ein wichtiger Schritt eBays in der Wahrnehmung der wirklichen Fähigkeiten des gesellschaftlichen Miteinanders im E-Commerce. Klingt eigentlich alles ganz einleuchtend, aber nicht so für Chris Dawson von Tamebay. Er schreibt: mein bester Tipp zu den neuen Funktionalitäten: Nicht benutzen. Nicht anklicken. Don’t get social! Dawson weiter: „Ich weiß was ihr denkt, warum fügt eBay Twitter und Facebook hinzu, wenn wir sie nicht nutzen sollen? Ganz einfach, ihr sollt allen Leuten mitteilen was für coole Sachen es auf eBay zu kaufen gibt. Was aber passieren wird ist folgendes: Die Leute bewerben alle ihre eigenen Artikeleinstellungen, verschicken sie an Freunde und hoffen, dass diese die Sachen kaufen werden. Was sie aber vergessen, die Bekannten wissen bereits was man anbietet und sind daher an solchen Weitergaben nicht mehr interessiert. Eigenwerbung ist nie gut und das weiß eigentlich auch eBay. Denn in der „Share E-Mail Option“ heißt es: “… wenn sie diesen Service nutzen um ihre eigenen Artikel zu promoten und der Empfänger der Mail beschwert sich bei eBay, wird ihre Registrierung unter Umständen vorübergehend ausgesetzt.“ Danach folgt ein Link zu den Spam –Regeln. Für diejenigen unter den eBay-Usern die ihre Freunde behalten und die Follower bei Twitter nicht nerven möchten, gibt Dawson 3 Ratschläge bei der Verwendung der neuen Funktionalitäten:

  1. Wenn ihr mit Freunden etwas teilen möchtet, dann nur Artikel, die interessant einzigartig oder absolut ungewöhnlich sind.
  2. Macht keine Werbung für eure eigenen Sachen. Versucht interessant zu bleiben, denn die Leute sollen eure Waren aus Neugier anschauen.
  3. Der letzte und ultimative Rat:  Automatisiert das „sharing“ nicht, denn wenn es nichts Persönliches ist was ihr mitzuteilen habt, dann interessiert es auch keinen.

Und jetzt legt los! Und wenn ihr das sonderbarste, verrückteste Teil auf eBay findet und dafür steht eBay ja eigentlich, dann los, twittert es, stellt es auf Facebook, oder wenn ihr etwas altmodischer seid, dann schreibt eine Mail an eure Freunde. Seid nur ganz sicher, dass der Gegenstand es wirklich wert mit anderen geteilt zu werden.“

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