Kundenservice bei eBay – es geht doch!

In den vergangenen 18 Monaten wurden schon viel über Kundenservice bei eBay berichtet – meistens nicht allzu positiv. Durch die vielen Neuerungen, auch den Dienst am Verbraucher betreffend, hat sich nun doch etwas getan – diesmal jedoch in eine eher positive Richtung: „Chef Ralph“ ist seit langen Jahren eBay-Nutzer. Zwar kauft er nicht viel ein, nutzt aber den Online-Marktplatz mehr für Verkäufe.

Diesen Sommer erwarb er die DVD-Serie „The Wire“ für 66 US-Dollar, was, so Chef Ralph ein guter Preis gewesen sei. Beunruhigt war er nur darüber, dass der Händler vorher noch nie etwas verkauft hatte, PayPal jedoch behauptete, dass es keine Probleme geben würde. Also tätigte er den Einkauf. Die zweite rote Flagge tauchte auf, als er bezahlte und der Verkäufer dann behauptete, er hätte sein Geld an die angegebene E-Mail-Adresse nicht erhalten, was aber unproblematisch sei. Chef Ralph solle nur die Transaktion rückgängig machen und es zu einer anderen Mail-Adresse schicken… . Okay, gesagt getan. Der Händler hatte als Verkaufsstandort Texas eingetragen, sodass diesmal eine riesengroße rote Flagge wehte, als Ralph beim Abholen der DVDs auf dem Postamt eine Zollquittung unterschreiben musste – nämlich eine aus China. Er nahm die DVDs mit nach Hause und schaute sie sich nach und nach an. Nach ein paar Durchläufen fingen die DVDs an zu springen, soweit bis sie gar nicht mehr liefen. Jetzt wurde es dann Zeit den Verkäufer zu kontaktieren. Dieser fragte, ob die DVDs zerkratzt aussähen. In der Tat sahen sie aus als sei ein LKW über die DVDs gefahren. Leider hat der Händler dann den Kontakt abgebrochen. Daraufhin nahm der DVD-Fan Verbindung zu eBay auf.

Eine Woche später hat eBay sich per Mail nach dem Stand der Dinge erkundigt und man konnte auf eine Mitteilung „keine Lösung“ klicken, woraufhin eine Telefonnummer erschien. Für Chef Ralph war es eigenartig ein Online-Unternehmen anzurufen, er tat es aber dann doch. Der Verantwortliche am Telefon sagte sofort zu, dass die 66 Dollar für den Einkauf vollständig erstattet würden und „Entschuldigung, dass dies passierte“. Am nächsten Tag wurde ich angerufen und gefragt, ob ich mit dem Ergebnis zufrieden sei! eBay – super gemacht, denn ein solcher Service ist äußerst dünn gesät.

Ebenfalls eine positive Überraschung erlebt Chris Dawson von Tamebay. Auch er hat kürzlich gute Erfahrung mit dem eBay Kundenservice gemacht. Dawson wollte jüngst bei einem Händler, der über ein Jahr lang Handel auf eBay betrieben hat, mit einem Feedback von 100%, was an dem Einkaufstag von Dawson auf 86,5% abgefallen ist, einkaufen. Fünf Tage später nur war der Händler dann bei eBay nicht mehr registriert.Von eBays Schadensabteilung bekam Chris Dawson ein Mail, dass die Artikeleinstellung gestoppt und der Rückerstattungs-Prozess über PayPal in die Wege geleitet wurde. Dawson war der Meinung, dass via PayPal die einzige Möglichkeit war, den Prozess zu beenden. Er bekam aber dann eine Telefonnummer von eBays Prozess-Lösungs-Abteilung. Beim Telefonat erklärte er dann, dass der Verkäufer mittlerweile nicht mehr registriert sei. Eine Minute dauerte die Überprüfung von eBay, als sie Dawson schon das Angebot machten, das Geld zurück zu erstatten. Zwar tun sie dies nicht auf die angegebene PayPal-Mail-Adresse, sondern auf die eBay-Adresse, was jedoch nicht weiter schlimm ist. „Alles in allem aber ist die Verschiebung des Erstattungsprozesses von PayPal hin zu eBay eine großartige Verbesserung und ich kann nur jedem empfehlen, diese Probleme lieber mit eBay als mit PayPal auszuhandeln“, so Chris Dawson. (Wir berichteten über die Verschiebung von PayPal nach eBay unter: eBay. com veröffentlicht seine neuen Nutzerbedingungen). In Dawsons Fall war der Betrag von 4,98 britischen Pfund gering, doch durch schnelle Problemlösungen von Seiten eBays kommt vielleicht auch wieder mehr Vertrauen in die Webseite – gleich wie hoch der Betrag sein mag.

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