Ostern findet dieses Jahr online statt

Am 12. April ist Ostern. Doch bis dahin bleiben die meisten Läden geschlossen und die Menschen üben sich in Social Distancing. Die Folge: Das Ostergeschäft findet in diesem Jahr größtenteils online statt. Und die Erfahrung der vergangenen Jahre zeigt: Gerade in den zwei Wochen vor Ostern steigen die Online-Bestellungen stark an. Dabei kommt auf die Zusteller wieder einmal Schwerstarbeit zu. Denn Zahlen von Marktforscher Nielsen zufolge wiegen die Ostereier und Schokohasen, die die Deutschen kaufen, zusammen knapp 30 Millionen Kilogramm.

Trotz der Tonne an Schokolade zählt für die meisten Deutschen in Sachen Geschenke vor allem die kleine Geste. Jeder fünfte Verbraucher ab 18 Jahren gibt eigenen Angaben zufolge nur bis zu zehn Euro aus, um seine Lieben zu Ostern zu überraschen, zeigt eine YouGov-Studie. 12 Prozent investieren immerhin bis zu 50 Euro und weiteren 12 Prozent sind kleine Präsente sogar bis zu 100 Euro wert.

Zu den beliebtesten Geschenken gehören Süßigkeiten, gekochte, bunte Eier, Gesellschaftsspiele und Spielzeug, Bücher, Kleidung und Schuhe sowie Delikatessen und Getränke. Insgesamt summieren sich die Osterausgaben allein in Deutschland laut Marktforscher Nielsen immerhin auf rund 450 Millionen Euro. Nicht hinzugerechnet sind in diese Zahl Ausgaben für das eigene Heim und die Ostertafel.

Sechs Tipps für erfolgreiche Online-Ostern

Für Händler, die jetzt noch vom Online-Osterboom profitieren wollen, hat Anton Eder, Mitgründer von parcelLab, dem Münchner Spezialisten für Operations Experience, sechs Tipps parat, wie sie ihren Online-Shop in letzter Minute noch osterfit machen:

  1. Weisen Sie auf der Startseite explizit auf Ostern hin. Eine Liste mit den beliebtesten Ostergeschenken auf der Startseite hilft auch Kunden, die den Online-Shop aus einem anderen Grund besuchen, auf die Sprünge.
  2. Schicken Sie Mailings an Ihre Bestandskunden mit Inspirationen für das Osterfest. Auch auf Facebook und Instagram kann man auch jetzt noch kurzfristig Kampagnen fahren.
  3. Verlängern Sie Ihre Retourenfristen. Viele Menschen bleiben aufgrund der Corona-Krise lieber zuhause, als sich am Postamt in die Schlange zu stellen. Gleichzeitig entlasten Sie Ihr Logistikzentrum in der aktuell sehr auftragsstarken Zeit, wenn die Retourenbearbeitung nach hinten geschoben werden kann.
  4. Schaffen Sie Vertrauen in Sachen Lieferzeiten. Angesichts der Corona-Krise stellen viele Kunden die zuverlässige Lieferung in Frage. Kommunizieren Sie daher den letztmöglichen Bestelltermin und geben Sie Liefergarantien.
  5. Versprechen Sie kontaktlose Lieferung, sofern Ihr Zusteller das unterstützt, und erklären Sie den Prozess.
  6. Während der Corona-Krise sind die Kunden besonders verunsichert, ob ihre Bestellung pünktlich vor Ostern ankommt. Eine gute Customer Experience ist daher wichtiger denn je. Halten Sie Ihre Kunden stets über den Bestellstatus auf dem Laufenden. Informieren Sie Ihre Kunden per Mail, SMS oder WhatsApp, wenn die Ware das Haus verlässt, wenn der Tag der Zustellung gekommen ist und wenn die Ware zugestellt wurde. Verlassen Sie sich auch nicht darauf, dass der Zusteller einen Zettel hinterlässt, wenn der Empfänger nicht zuhause angetroffen wurde. Kommunizieren Sie lieber selbst, wo das Paket abgeholt werden kann.

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