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Das sind die Neuerungen bei eBay Deutschland

1. Februar 2010 | Thema: News bei eBay | 8 Kommentare

neuerungen_ebay_2010_01.jpgWie Maike Fuest, Pressesprecherin von eBay bereits angekündigt hat, zielen die Neuerungen auf dem deutschen Online-Marktplatz in erster Linie auf das PowerSeller-Programm  und die Versandkosten. Den eBay-Nutzern soll ein noch besseres Einkaufserlebnis geboten werden, daher wird besonders guter Kundenservice von eBay dann mit Vorteilen und Rabatten belohnt. Wie schon mehrfach erwähnt, werden die Neuerungen heute mit einem entsprechenden Vorlauf angekündigt, damit die Händler ihr Business optimal darauf einstellen können.

Das sind die Neuerungen bei eBay Deutschland

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Die Änderungen, die im Februar, März und April 2010 in Kraft treten werden, beinhalten primär folgende Punkte:

  1. Neue Bedingungen für PowerSellerab April 2010
  2. Höhere Mindeststandards für den eBay-Verkauf ab April 2010
  3. Neue Regelungen die Versandkosten betreffend ab 8. Februar 2010
  4. Neue Reglements für eBay-Verkäufer mit noch wenig Erfahrung ab dem 25. Februar 2010
  5. „Angebote mit mehreren Varianten“ in noch mehr Kategorien  ab dem 29. März 2010

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1. Neue Bedingungen für PowerSeller belohnen noch mehr Verkäufer mit hoher Servicequalität

Wichtigstes Merkmal bei dieser Neuerung ist, dass die Qualität der Verkäufer in den Vordergrund gerückt wird und bei der Eignung zum PowerSeller stärker gewichtet wird, als die Höhe der erzielten Umsätze. Daher gilt ab April 2010: Das Handelsvolumen für die Qualifikation zum PowerSeller wird gesenkt. Dadurch werden mehr Händler, die einen besonders hohen Servicestandard anbieten von den Rabatten und den Vergünstigungen des Programms profitieren. Es bedeutet aber auch, dass noch mehr Verkäufer die Möglichkeit haben, sich für den Status des „eBay-Verkäufers mit Top-Bewertung“ qualifizieren können. Mit diesen Veränderungen profitieren in Zukunft mehr Verkäufer, die anhaltend überdurchschnittlichen Service bieten, jedoch nicht so hohe Handelsvolumina vorweisen. Die Kriterien zur Teilnahme am PowerSeller-Programm ab April 2010:

  • Gewerbliche Verkäufer müssen demnächst nur noch mindestens 100 Transaktionen binnen 12 Monaten erreichen (bisher mindestens 300 verkaufte Artikel pro Monat in 3 aufeinanderfolgenden Monaten)
  • Mindestens 2.500 Euro Bruttoumsatz aus Verkäufen innerhalb von 12 Monaten erzielen (bislang wenigstens 3.000 Euro Bruttoumsatz pro Monat).
  • Parallel dazu müssen die PowerSeller höhere qualitative Eigenschaften erfüllen: Ab April 2010 müssen alle PowerSeller einen Mindestwert von 4,40 in jeder der 4 detaillierten Bewertungsbereiche haben (aktuell 4,00), sowie die allgemeinen Mindeststandards für das Verkaufen bei eBay erfüllen (siehe unten).

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2. Höhere Mindeststandards für das Verkaufen auf eBay

Ab April 2010 werden die Mindeststandards für das Verkaufen auf eBay für alle Verkäufer heraufgesetzt, um die Servicequalität auf eBay auch außerhalb des PowerSeller-Programms dauerhaft sicherzustellen sowie den gestiegenen Erwartungen des Marktes gerecht zu werden. Die Mindeststandards für das Verkaufen auf eBay schreiben vor, dass Verkäufer nur eine geringe Anzahl an detaillierten Bewertungen mit nur 1 oder 2 Sternen erhalten dürfen. Um die Mindeststandards zu erfüllen, müssen Verkäufer demnächst eines der folgenden beiden Kriterien erfüllen:

  • Der Prozentsatz der unterdurchschnittlichen Bewertungen darf nicht höher als 1,2 oder 2,4% in den jeweiligen detaillierten Bewertungsbereichen sein (bisher 4 oder 5%);
  • die Anzahl der unterdurchschnittlichen Bewertungen darf, über einen bestimmten Zeitraum gesehen, nicht größer als 4 sein (bislang 5).

Händler, die keinen der beiden Mindeststandards erfüllen, müssen mit verschiedenen Konsequenzen rechnen. So erhalten sie dann zum Beispiel eine schlechtere Platzierung in den Suchergebnissen nach „Beliebteste Artikel“ oder ihre Verkaufsaktivität wird eingeschränkt. eBay erhofft sich durch die Erhöhung der Mindeststandards eindurchgehend hohes Service-Niveau auf dem gesamten eBay-Marktplatz zu erreichen.
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3. Die bisherige Pflicht zum kostenlosen Versand wird durch Versandobergrenzen ersetzt

Seit dem Jahr 2009 müssen Verkäufer in einer Reihe von eBay- Kategorien unentgeltlichen Versand als erste nationale Versandart anbieten. Der Grund hierfür lag in den teilweise überhöhten Versandkosten, die besonders oft ein Grund für eine schlechte Kauferfahrung waren/sind. Während die Käufer den kostenlosen Versand sehr positiv aufgenommen haben, was sich auch in einer Umfrage zum kostenfreien Versand zeigte, haben sich viele Verkäufer alternative Möglichkeiten beim Vorgehen gegen überhöhte Versandkosten gewünscht und das vor allem bei Offerten im Auktionsformat mit einem niedrigen Startpreis. Als Reaktion auf diese Rückmeldungen der Verkäufer ersetzt eBay die geltenden Bestimmungen zum kostenlosen Versand ab dem 8. Februar 2010 durch

  • eine definierte Obergrenze von 7 Euro bei den Versandkosten.

Die Verkäufer sind dann nicht mehr gezwungen, kostenfrei zu versenden, sondern können in den betroffenen Kategorien Versandkosten festsetzen, die sich innerhalb der von eBay vorgegebenen Obergrenze bewegen. Zusätzlich gelten kategorieunabhängige Obergrenzen auf dem gesamten eBay-Marktplatz, wenn bestimmte Versandprodukte wie Büchersendung oder Brief im Verkaufsformular ausgewählt werden.
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4. PayPal als Zahlungsoption bei Verkäufern mit weniger als 50 Bewertungspunkten

Wie Analysen, aber auch Rückmeldungen von eBay-Mitgliedern ergeben haben, sind viele Käufer auf der Plattform vorsichtig beim Einkauf, wenn es sich um Händler handelt, die noch wenige Bewertungspunkte haben. Das allerdings ist nicht erstaunlich, denn das eBay-Bewertungssystem zielt darauf ab, den Käufern ein Messinstrument an die Hand zu geben, um die Qualität eines Verkäufers ermessen zu können. Hat also ein Verkäufer noch wenige Bewertungen erhalten, ist es verständlich, dass Käufer hier bei einem Einkauf zurückhaltender sind. Um diese Gegebenheit zum Nutzen von Käufern und Verkäufern zu gestalten, führt eBay ab dem 25. Februar 2010 eine zusätzliche Absicherung ein. Ab diesem Zeitpunkt gibt eBay den Käufern die Möglichkeit:

  • alle Angebote mit PayPal zu bezahlen, die von Verkäufern mit weniger als 50 Bewertungspunkten stammen.

Für Verkäufer mit noch weniger als 50 Bewertungspunkten heißt das: Sie können nur dann zum Verkauf Artikel einstellen, wenn sie PayPal als eine der möglichen Zahlungsoptionen für die Käufer anbieten. Natürlich können die Verkäufer neben PayPal nach wie vor weitere Zahlungsmöglichkeiten wie zum Beispiel Überweisung anbieten. Diese Neueinführung dient Käufern und Verkäufern gleichermaßen bei ihrem Handel auf eBay: Haben Käufer mit PayPal bezahlt, erhalten sie den Kaufpreis in voller Höhe von PayPal erstattet, wenn ein Artikel nicht verschickt oder inkorrekt beschrieben wurde. Die zusätzliche Absicherung durch PayPal macht es für Käufer wesentlich attraktiver, von Verkäufern mit wenigen Bewertungspunkten zu kaufen. Verkäufer dagegen erhöhen durch den Einsatz von PayPal als Zahlungsoption ihre Chancen auf Verkäufe, mehr Gebote und höhere Verkaufspreise und sind zudem selbst auch gegen Zahlungsausfälle abgesichert.
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5. „Angebote mit mehreren Varianten“ in noch mehr Kategorien

Ab dem 29. März 2010 erweitert eBay die Kategorien, in denen Verkäufer „Angebote mit mehreren Varianten“ einstellen können, auf ausgewählte Unterkategorien der Bereiche „Garten“, „Möbel & Wohnen“, „Sport“, „Heimwerker“ und „Baby“. Durch dieses Angebotsformat haben die Verkäufer die Möglichkeit, ein Produkt in mehreren Varianten (unterschiedliche Farben, Größen oder Materialien) gebündelt als ein Angebot einzustellen und potentiellen Käufern übersichtlich zu präsentieren. Für die verschiedenen Ausprägungen der Varianten können dabei unterschiedliche Festpreise festgelegt werden. Der  Vorteil des neuen Formates liegt darin, dass unabhängig von der Anzahl der Varianten die Angebotsgebühr und Gebühren für Zusatzoptionen nur einmalig anfallen. Verkäufer können zudem den Warenbestand aller Produktvarianten direkt aus einem Angebot heraus verwalten und ganz bequem immer wieder auffüllen.

Zu den Neuerungen bei eBay Großbritannien.

Zu den Neuerungen bei eBay Schweiz und Österreich.

Zu den Neuerungen bei eBay Frankreich.

Zu den Neuerungen bei eBay Italien und Spanien.

    
 

 


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Kommentare

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8 Kommentare zu “Das sind die Neuerungen bei eBay Deutschland”

  1. Hans Meier am 2.Februar 2010 um 08:01 Uhr:

    Diese Änderungen dienen nur dazu den Gewinn bei eBay zu steigern. Wie soll man einen sperrigen Gegenstand für 7.- Euro versenden. Da gehe ich nunmehr lieber zu anderen Plattformen.

    Schade, nach fast 10 jahren…

  2. Das sind die Neuerungen bei eBay Großbritannien : onlinemarktplatz.de - eBay, gewusst wie! am 2.Februar 2010 um 08:22 Uhr:

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  3. Das sind die Neuerungen bei eBay Schweiz und Österreich : onlinemarktplatz.de - eBay, gewusst wie! am 2.Februar 2010 um 08:29 Uhr:

    [...] Das sind die Neuerungen bei eBay Großbritannien : onlinemarktplatz.de – eBay, gewusst wie! bei Das sind die Neuerungen bei eBay DeutschlandDas sind die Neuerungen bei eBay Deutschland : onlinemarktplatz.de – eBay, gewusst wie! bei Das sind [...]

  4. Michael Vieten am 2.Februar 2010 um 10:47 Uhr:

    Vor ein paar Jahren hätte ich nicht gedacht, wie gelassen ich ebays ewige Änderungen einmal nehmen könnte.
    Seinerzeit waren wir zu Abhängig von den Umsätzen auf der Plattform, sodass jede Änderung und Benachteiligung unendlich viel Arbeit, Frust und Ärger mit sich brachte und umgehend negativ auf unser Betriebsergebnis durchschlug.
    Dazu kamen dann noch die arroganten Sprüche des Supports. Naja, die Meisten von denen sind ja jetzt freigestellt, wie man so sagt.
    Ich kann nur jedem raten, ein klein bißchen ebay ist ok, aber nicht mehr als 1,2,3% Umsatz sollten auf dieser Plattform generiert werden.
    Es darf sich im Betriebsergebnis nicht sonderlich auswirken, wenn die Plattform mal weg ist.
    Außerdem rate ich dazu, sich einen Rechtsanwalt für den Abmahnhagel zuzulegen. Auch davon nahm sich ebay nie etwas an.
    Und wenn ich mir das so anschaue, Tafelsilber (Skype) verhökert, drei Geschäftsführer in Deutschland innerhalb weniger Monate, fast das gesamte Personal in Deutschland entlassen, Österreich haben sie auch schon zu gemacht, wer weiß, wie lange wir über ebay noch reden? Expansion oder nachhaltige Geschäftsführung sieht für mich anders aus.
    Hinzu kommt die negative Berichterstattung in den Medien über Betrügereien bei ebay. Das schadet unserem Image. Wir sind ein seriöser Händler und möchten mit solchen Methoden nichts zu tun haben.

  5. lehmann am 2.Februar 2010 um 19:56 Uhr:

    Ich find das mit ebay wird immer schlimmer. Es macht keinen Spass in diesemm Wirrwarr von Regelungen und Gängelungen überhaupt noch durch zu steigen.
    Und den Rest macht das Finanzamt klar. Egal ob der Artikel bezahlt ist oder nicht , die wollen Ihre Kohle. Alle beide Finanzamt und Ebay ( zum Kotzen)
    Mein Bruder bekommt Hartz 4, geht Angeln

  6. Twitter Trackbacks for Das sind die Neuerungen bei eBay Deutschland : onlinemarktplatz.de - eBay, gewusst wie! [onlinemarktplatz.de] on Topsy.com am 4.Februar 2010 um 08:00 Uhr:

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  8. Bundeskartellamt überprüft PayPal-Pflicht für eBay-Händler mit wenig Bewertungen : onlinemarktplatz.de – eBay, gewusst wie! am 25.Februar 2010 um 20:06 Uhr:

    [...] von eBay die Beweggründe für die PayPal-Pflicht darlegen lassen. In der Ankündigung zu den Neuerungen bei eBay Deutschland am 1. Februar hieß es: „Neue Reglements für eBay-Verkäufer mit noch wenig Erfahrung ab dem 25. [...]

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