Marktwächterwarnung: Fake-Tickets bei Ticketbörse Viagogo

Die Marktwächterexperten der Verbraucherzentrale Bayern warnen vor Fake-Tickets bei Viagogo. Verbraucherbeschwerden weisen darauf hin: Das Unternehmen bietet Eintrittskarten für Veranstaltungen an, die entweder nicht stattfinden oder nicht fest terminiert sind.

Im Frühwarnnetzwerk des Marktwächters Digitale Welt liegen Beschwerden von Verbrauchern vor, denen Viagogo Fake-Tickets anbietet, zum Beispiel für Konzerte die so nicht stattfinden. Auch Eintrittskarten für Fußballspiele, deren Termin tatsächlich noch nicht feststeht, sind nach Marktwächterrecherchen auf der Ticketbörse zu finden. Dabei wirkt die Aufmachung der Online-Ticketbörse Viagogo wie die einer offiziellen Verkaufsstelle. Verbraucher sind daher in dem Glauben, Tickets für eine Veranstaltung zu erwerben, die auch tatsächlich stattfindet.

„Verbraucher können bei Viagogo nicht immer davon ausgehen, dass sie gültige Eintrittskarten kaufen und dass es das Event wirklich gibt“, sagt Susanne Baumer, Teamleiterin Marktwächter Digitale Welt.

Tickets für Kebekus in der Elbphilharmonie – den Auftritt gibt es garnicht

So bietet Viagogo auf seiner Website etwa Karten für einen Auftritt der Künstlerin Carolin Kebekus in der Hamburger Elbphilharmonie am Sonntag, den 8. Oktober 2017 um 11 Uhr an. Nach Auskunft des Managements von Kebekus war ein solcher Auftritt nie geplant. Das Ticket wird bei Viagogo jedoch offensiv beworben, unter anderem mit Aussagen wie „Fast ausverkauft – nur noch wenige Tickets übrig“.

Tickets für Kebekus in der Elbphilharmonie - den Auftritt gibt es garnicht

Tickets für Kebekus in der Elbphilharmonie – den Auftritt gibt es garnicht
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Marktwaechter

Mit den  Marktwächtern beobachten und analysieren der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) und alle 16 Verbraucherzentralen den Markt in Deutschland, um Missstände früh zu erkennen und auf Fehlentwicklungen aufmerksam zu machen. In erster Linie nutzen sie dafür Erkenntnisse aus Beratungsgesprächen in den Verbraucherzentralen und erweitern damit die Marktbeobachtung in Deutschland um die bislang fehlende Verbraucherperspektive.



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