Was shoppt die Welt im Jahr 2023? Online-Großhändler Faire verrät internationale Shopping-Trends

Sind die Deutschen verbittert? Geben Amerikaner:innen die süßesten Küsse? Dem Shoppingverhalten nach zu urteilen, gehen die verschiedenen Konsument:innen weltweit sehr unterschiedlich mit dem krisengeschüttelten Jahr 2022 um. Einblicke bietet nun die digitale Großhandelsplattform Faire, die 600.000 unabhängige Einzelhändler in Europa und Nordamerika mit 85.000 kuratierten Marken zusammenbringt. Die Suchanfragen und Verkäufe auf der Großhandelsplattform geben Aufschluss über die Shopping-Vorlieben der einzelnen Nationen.

Was shoppt die Welt im Jahr 2023? Online-Großhändler Faire verrät internationale Shopping-Trends. ©Depositphotos

Süße Küsse in den USA – bittere Noten in Deutschland

Die Amerikaner:innen versüßen sich das Leben in Krisenzeiten mit fruchtig-frischen Küssen und Naschzeug. Lippenpflege in den Geschmacksrichtungen Pfirsich, Minze und Kokosnuss dominierte die Plätze eins bis drei der Topseller. Zum zweiten Mal in Folge zählt “Candy” im Land der unbegrenzten Süßigkeiten zu den fünf meistgesuchten Begriffen im Großhandel. Ganz anders schmeckt es den Deutschen: Hier rangierten vor allem Kräuterbitter, Elixiere und saisonale Spirituosen (gerne auch mal alkoholfrei) in fast jedem Monat des Jahres an der Spitze.

Top gepflegt und gut hydriert

Eines haben das Vereinigte Königreich, Kanada und Frankreich gemeinsam: Pflegeprodukte liefen im vergangenen Jahr besonders gut. Im Heimatland der Stilikone David Beckham waren Herrenpflegeprodukte wie Rasiersets und Bartschneider, aber auch Badezusätze und Duftöle sehr gefragt.

Bei Franzosen und Französinnen erfreuten sich Hautpflegeprodukte wie Peelings, Cremes, Öle und Gesichtsroller großer Beliebtheit. Neun der zehn meistverkauften Produkte in Frankreich gehören zur Kategorie Hautpflegeprodukte. Da viel Feuchtigkeit ebenfalls gut für die Haut ist, waren auch Wassertabletten sowie Getränke aus 100 Prozent biologischen Zutaten in der zweiten Jahreshälfte der Renner. Die kanadischen Kund:innen setzten auch 2022 wieder auf Komfort: Satinbettwäsche und Beruhigungstee verhalfen dort zu klingelnden Kassen im Einzelhandel und besserem Schlaf.

2023: nachhaltiger, gesünder und naturnaher

Auch die weltweiten Einkaufstrends für das neue Jahr hat Faire sich angeschaut. So zeichnet es sich ab, dass wir es 2023 nachhaltiger, gesünder und naturnaher angehen werden. Beispielsweise findet auf der Großhandelsplattform eine Verschiebung hin zu wertebasierten Produkten und Marken statt. Im Jahr 2022 gehörten „Eco-Friendly“ und kuratierte Ware in Kleinauflage zu den fünf wichtigsten Markenwerten, die von den Händlern gekauft wurden. Händler:innen kauften auf der Plattform rund 1,5 Millionen umweltfreundliche Produkte und fast 2 Millionen Kleinserien-Produkte. „Nachhaltiges Einkaufen wird sich wahrscheinlich auch in der Bekleidungskategorie durchsetzen”, sagt Tina Boetta von der globalen Prognoseagentur WGSN. „Es gibt ein wachsendes Bewusstsein der Verbraucher für den Klimawandel. Daher werden Trends wie Minimalismus, die langlebig sind, den Test der Zeit bestehen.” Des Weiteren stieg die Nachfrage nach alkoholfreien Spirituosen und naturnaher Deko. Faire geht davon aus, dass sich dieses Einkaufsverhalten auch im kommenden Jahr durchsetzen wird.

Die Daten zu den internationalen Einkaufsvorlieben hat Faire auf Basis der auf der Plattform generierten Suchanfragen und Handelsbeziehungen generiert. Dabei kamen 2022 auf dem Online-Großhandelsmarktplatz über 1.900.000 Millionen neue Marken- und Einzelhandelsbeziehungen zustande. Bei den Marken und Einzelhändler:innen handelt es sich ausschließlich um unabhängige und kleine Unternehmen.

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