Bitcoins im E-Commerce sinnvoll nutzen

Wer im Internet auf Shopping-Tour geht, der wird am Ende mehrere Zahlungsmethoden präsentiert bekommen: Entweder man entscheidet sich für eine klassische Banküberweisung, bezahlt mit seiner Kreditkarte oder nutzt den Online-Bezahldienst PayPal bzw. sonstige zur Verfügung stehende Möglichkeiten – beispielsweise Kryptowährungen. Denn in einigen Online Shops kann man bereits mit Bitcoin und Co. bezahlen.

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Unkompliziert und sparsam

Das Interesse an digitalen Währungen steigt. Das sollte auch als Argument verstanden werden, warum es ratsam ist, als Online Shop-Betreiber Bitcoin und Co. zu akzeptieren. Denn nicht nur, dass man hier Gebühren sparen kann, spricht man eine neue Zielgruppe an. Denn es gibt immer mehr Menschen, die ausschließlich mit digitaler Währung ihre Einkäufe im Internet bezahlen wollen.

Das Bezahlen mit Bitcoin stellt letztlich keine große Herausforderung dar. Man überweist den Betrag an die vorgegebene Adresse – der Transfer dauert nur wenige Augenblicke und ist gebührenfrei. Der Händler darf sich somit sofort über den Geldeingang freuen und kann die Bestellung versenden. Aber worauf ist zu achten, wenn man mit Bitcoin und Co. arbeitet?

Wieso der Bitcoin zu einem Spekulationsobjekt geworden ist

Ein Problem mag natürlich die Volatilität sein. Das heißt, der Preis schwankt. In der Früh kann der Preis des Bitcoin etwa um 200 US Dollar sinken, wenig später wieder um 400 US Dollar steigen – und am nächsten Morgen einen Höhenflug hinlegen und um 800 US Dollar steigen, aber auch eine Talfahrt erleben und um 500 US Dollar abstürzen. Aus diesem Grund ist es ratsam, dass der Online Shop-Betreiber den Betrag schnell in die gewünschte Währung wechselt – natürlich kann auch mit den Bitcoin- bzw. allgemeinen Krypto-Einnahmen spekuliert werden. Ist man der festen Überzeugung, dass der Preis steigen wird, so darf man sich letztlich über höhere Gewinne freuen.

Jedoch ist es nicht so einfach, als Unternehmer mit den Firmeneinnahmen zu spekulieren. Bevor man sich mit dieser Möglichkeit befasst, ist es ratsam, einen Steuerberater zu kontaktieren, der sodann aufklärt, worauf aus steuerrechtlicher Sicht geachtet werden muss.

Im Privatbereich ist es hingegen üblich, mit Bitcoin und Co. zu spekulieren. So kann man beispielsweise über Bitcoin Code spekulieren, wie sich der Preis entwickelt bzw. durch Preisschwankungen Geld verdienen, kann aber über Kryptobörsen Coins erwerben, aufbewahren und nach einer Preissteigerung wieder verkaufen. Denn der Bitcoin wird nicht als reine digitale Währung gesehen, sondern immer mehr als Spekulationsobjekt. Und befasst man sich mit den letztjährigen Entwicklungen, so wird schnell klar, dass man mit dem Bitcoin enorm hohe Gewinne hätte verbuchen können, sofern man zum richtigen Zeitpunkt eingestiegen ist.

Krypto-Experten glauben an einen neuerlichen Höhenflug

Der richtige Zeitpunkt ist hier entscheidend. Denn kletterte der Bitcoin von Januar bis Dezember 2017 von rund 1.000 US Dollar auf über 19.000 US Dollar, so folgte zwischen Januar und Dezember 2018 der Absturz in Richtung 3.000 US Dollar. Zwischen März und Juni 2019 folgte ein neuerlicher Anstieg auf über 12.000 US Dollar – im November lag der Bitcoin-Preis bei 7.500 US Dollar. Und nachdem der Bitcoin dann Anfang 2020 abermals über die 10.000 US Dollar-Grenze sprang, folgte ein neuerlicher Absturz – das Coronavirus hat den Bitcoin in Richtung 5.000 US Dollar gedrückt.

Zum aktuellen Zeitpunkt (Stand: Mitte Oktober 2020) liegt der Preis des Bitcoin im Bereich der 11.500 US Dollar. Einige Experten sind überzeugt, es geht nun nach oben – mitunter soll ein neues Allzeithoch folgen. Da Prognosen jedoch immer mit Vorsicht zu genießen sind, ist es wichtig, nur Geld zu investieren, das frei zur Verfügung steht.

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Das Interesse wird weiterhin steigen

Die vielversprechenden Prognosen sind natürlich ein Grund, warum das Interesse wieder steigt bzw. weiterhin steigen wird. Und genau das ist auch der Grund, weshalb sich Betreiber von Online Shops nicht gegen Kryptowährungen stellen sollten – denn in vielen Fällen werden die digitalen Coins sodann auch für das Einkaufen im Netz verwendet.

Das heißt, um mit der Zeit zu gehen, ist es sehr wohl empfehlenswert, Bitcoin und Co. als Zahlungsmethoden zu akzeptieren, um in weiterer Folge gleich eine neue Zielgruppe ansprechen zu können.


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