TV-Werbung für Glücksspiel im Internet: Ist das legal?

Innovative, witzige oder emotionale Werbung unterhält nicht nur, sondern verankert sich in den Köpfen der Menschen. Heutzutage schafft es kaum ein erfolgreiches Unternehmen, ohne Werbung das Publikum zu erreichen. Dabei stellt sich in erster Linie die Frage, welche Werbemaßnahmen sollen platziert werden, um ein bestimmtes Publikum zu erreichen und welche Art von Werbung spricht welche Zielgruppe an.

Werbung gehört zu den wichtigsten Eckpfeilern der gesamten Präsentation eines Unternehmens und als Anbieter sollte man viel Aufmerksamkeit in die Werbespots im Fernsehen beziehungsweise den gesamten Auftritt investieren. Dabei spielen Design, Stil und Slogans eine wichtige Rolle, denn sie sind es, die zusammen mit der Musik, im Gedächtnis haften bleiben sollen und auf eine „spielerische“ Weise, die normalen Regeln der Sprache durchbrechen und ein bestimmtes Produkt- oder Unternehmensimage bilden und unterstützen sollen.

Allerdings tummeln sich neben den vielen Unternehmen, ebenso erfolgreiche Glücksspielanbieter im Deutschen Fernsehen, die mit kostspieligen Werbespots um ihre Kunden buhlen. So auch das DrückGlück Casino, welches zwar schon eine große Popularität genießt und aufgrund der erfolgreichen Partnerschaft mit dem Fernsehsender Sport1, hier eine eigene interaktive Casino-Fernsehshow regelmäßig präsentieren darf. Ferner waren das Mr. Green Casino und das Online Casino Casumo im Fernsehen mit einem Werbespot zu sehen sowie einige eher weniger bekannte Anbieter, die sich durch Fernsehwerbung erst einen Namen aufzubauen, erhoffen. Außerdem wurde auch der Werbespot des Spielautomatenherstellers und Spielhallenbetreibers, Gauselmann, mit seiner wohlbekannten Sonne eine Zeit lang vom Fernsehsender Pro7 ausgestrahlt.

Online Casinos sind jetzt auch im Fernsehen mit Werbespots unterwegs

Online Casinos sind jetzt auch im Fernsehen mit Werbespots unterwegs

Doch ist das erlaubt? Umso beliebter das Glücksspiel im Internet wird, umso notwendiger erscheint die Klärung mehrerer rechtlicher Fragen, über die es bis dato keinen Konsens gibt und somit die aktuelle Rechtslage in Deutschland Raum für Kontroversen lässt.

Einer neuen Werberichtlinie zufolge ist es erlaubt, dass künftig einzelne Werbemaßnahmen im Internet oder für das TV ausgestrahlt werden, allerdings müssen diese vor der Veröffentlichung einer Glücksspielbehörde vorgelegt werden, denn dem Staatsvertrag zum Glücksspielwesen entsprechend, darf keine irreführende Werbung mit unzutreffenden Aussagen über die Höhe der möglichen Gewinne oder Auszahlungschancen produziert werden. Die zuständige Behörde entscheidet über die Zulässigkeit der Werbemittel und würde somit die kontrollierte Öffnung des online Glücksspielmarktes unterstützen.

Zudem werben viele Glücksspielanbieter mit ihrer „.de-Seite“, wo nicht um Geld gespielt wird und demzufolge diese Seiten nicht lizenzpflichtig sind. Wenn man dann etwas im Internet recherchiert, wird man auch auf die „.net-“ oder „.com-Seite“ des Anbieters stoßen, die aber im Fernsehen oder Netz nicht beworben wird.

Außerdem gilt zu beachten, dass neben den vielen außereuropäischen Anbietern sowie Online Casinos mit Lizenzen aus verschiedenen EU-Ländern, über 20 deutsche Glücksspielanbieter mit Lizenzen aus Schleswig-Holstein im Internet zu Hause sind, zu denen auch das Casino DrückGlück zählt. Schleswig-Holstein beschloss, als einziges Bundesland den Staatsvertrag zu ignorieren und vergab für einen kurzen Zeitraum, auf eigene Faust Lizenzen an die Online Casinos. Somit wurden diese Glücksspielanbieter genehmigt.

Seit 2012 gibt es den Glücksspieländerungs-Staatsvertrag, der verbietet grundsätzlich immer noch die Glücksspielwerbung, allerdings wurden hier mehrere Ausnahmen eingeräumt, die sich nun die Anbieter zu Nutzen machen. Demzufolge dürfen 20 Anbieter eine bundesweite Lizenz beantragen und in Nordrhein-Westfalen können die Werbespots zur Genehmigung eingereicht werden.

Dies zeigt uns, dass es in Deutschland immer noch ziemlich kompliziert zugeht, wenn es sich um Glücksspielwerbung handelt.

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Frank Weyermann
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Kategorien: Onlinehandel allgemein