MFG.com sieht riesigen Nachholbedarf bei Electronic Sourcing

Deutsche Mittelständler verhalten sich bei Electronic Sourcing geradezu phlegmatisch. Angebote holen sie weiterhin per E-Mail und Telefon ein, anstatt die Chancen elektronischer Ausschreibungen zu nutzen, beklagt Sourcing-Anbieter MFG.com.

Eine aktuelle Umfrage des Bundesverbandes Materialwirtschaft, Einkauf und Logistik (BME) wirft ein Schlaglicht auf das Einkaufsverhalten deutscher Unternehmen: Im Durchschnitt nutzen nur rund 37 Prozent aller Unternehmen elektronische Ausschreibungen, in der Industrie sind es 32 Prozent, im Dienstleistungsgewerbe 49 Prozent, bei Großunternehmen 48 Prozent und bei kleinen und mittelständischen Unternehmen sinkt die Quote gar auf 29 Prozent. (1)

„Es ist wenig verständlich, dass der Mittelstand hierzulande Electronic Sourcing verschläft. Als weltweit tätiger Sourcing-Markplatz wissen wir, dass Unternehmen in den USA oder in China sehr aktiv sind“, erklärt Martin Hengstmann, Area Sales Manager bei MFG.com in München. „Electronic Sourcing ist keine brandneue Technologie, bei der risikoscheue Unternehmen mit dem Einsatz zögern. Weitsichtige Organisationen nutzen elektronische Ausschreibungen im Rahmen ihrer strategischen Beschaffung schon seit mehr als zehn Jahren.“

Ein Sourcing-Marktplatz organisiert sehr effizient die Kommunikation von Einkäufern mit vielen, als verlässlich eingestuften Lieferanten. Das verkürzt und vereinfacht Entscheidungswege und spart beiden Geschäftspartnern Zeit und Geld. Der gesamte Beschaffungsprozess wird mit Electronic Sourcing deutlich effizienter – angefangen von der Erstellung einer Ausschreibung über die Auswahl eines qualifizierten Lieferanten bis zur sicheren Zahlungsabwicklung. Als einziger Sourcing-Marktplatz bietet MFG.com Einkäufern den Service, weltweit und proaktiv nach geeigneten Lieferanten für eine bestimmte Ausschreibung zu suchen und ihnen innerhalb weniger Stunden passende Angebote zu unterbreiten. Bei anderen Marktplätzen für das produzierende Gewerbe müssen Einkäufer warten, ob sich auf die Ausschreibung ein Lieferant meldet.

„Unternehmen aller Größenordnungen stehen heute unter einem harten Wettbewerbsdruck. Hier zählt jede Möglichkeit, Geschäftsprozesse zu optimieren, und das fängt schon beim Einkauf an“, ergänzt Hengstmann. „Aus Desinteresse an neuen Beschaffungswegen können sehr schnell Wettbewerbsnachteile gegenüber anderen entstehen, die bereit sind, ausgetretene Pfade zu verlassen. Wer hier nicht den Anschluss verlieren will, muss die elektronischen Ausschreibungen und die kontinuierliche Beobachtung des Marktes zu einem festen Bestandteil seiner mittelfristig angelegten Beschaffungsstrategie machen.“

(1) Stimmungsbarometer Elektronische Beschaffung 2011. Eine Studie, die gemeinsam vom Bundesverband Materialwirtschaft, Einkauf und Logistik und dem Lehrstuhl für Industriebetriebslehre der Universität Würzburg (Prof. Dr. R. Bogaschewsky) durchgeführt wurde. Erhebungszeitraum: November 2010 – Februar 2011, Stichprobe: 228 Unternehmen.


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