Segler suchen Zubehör meist bei eBay

Internetplattformen für gebrauchte Yachten haben sich mittlerweile durchgesetzt, doch auch gedruckte Verkaufsangebote werden immer noch gelesen. Vor den Zeiten des Internets hing man einfach ein Schild “zu verkaufen” an die Yacht. Auf so ein Schild verlässt man sich heute allerdings nicht mehr. Neben den Zetteln an den Booten, Inseraten in Anzeigenblättern oder der Fachpresse, kommt jetzt auch noch das Internet hinzu.

Genau wie bei Kraftfahrzeugen ist die Suche nach Booten im Internet selbstverständlich geworden. Allerdings bleibt es nach wie vor dabei, dass sich dann, einmal im Internet sein Wunschobjekt gefunden, die beiden Parteien treffen und das Objekt der Begierde direkt in Augenschein nehmen und den Preis verhandeln. Das Internetauktionshaus eBay hat daher auch vergleichsweise recht wenige Yachten im Angebot.

Ganz anders verhält es sich bei Segel-Accessoires. Marcus Schlichting von der Lübecker Service Verlagsgesellschaft (SVG): „Das Geschäft mit gebrauchten Ferngläsern, Schwimmwesten und Ölzeug haben wir komplett an eBay verloren. Und er muss es wissen, bringt sein Verlag monatlich das Magazin “Bootsbörse” heraus, Europas größtes Magazin für Gebrauchtboote. Die Zeitschrift hat so auch seit Beginn des Internets ein Viertel ihrer Auflage eingebüßt, den viele gehen lieber direkt online und studieren hier die Anzeigen, anstatt die Bekanntgaben des Magazins zu durchblättern.

Um nicht zu viele Leser zu verlieren gibt es inzwischen kombinierte Anzeigenformate: Wer in der Printausgabe annonciert, dessen Inserat erscheint automatisch auch auf dem Internetportal bootsboerse.de. „Welches Boot in welchem Medium die besten Verkaufschancen hat, hängt stark von Typ und Preis ab. Günstige Gebrauchtboote unter 20 000 Euro finden meist nur innerhalb der Region einen neuen Liebhaber, da der Transport in andere Reviere schnell den Bootswert übersteigt“, so Schlichting.


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