Popstar Prince im Kampf mit Internetplattformen

Der US-amerikanische Sänger Prince hat das Internet im Visier. Er sorgt mit der Ankündigung einer Klage gegen, zunächst einmal You Tube, für Schlagzeilen. Der 49 Jahre alte Musiker hatte am 12. Juni 2006 wegen seines „visionären“ Gebrauchs des Internet einen Webby Award erhalten. Einerseits erhielt er diese Auszeichnung, weil er als erster Künstler sein Album „Crystal Ball“ ausschließlich im Internet vertrieb, andererseits, weil er mit dem NPG Music Club eine neuartige Plattform für den Kontakt zu den Fans und den Vertrieb seiner Musik geschaffen hatte. Und nun möchte er anscheinend wieder die Kontrolle über seine musikalischen Werke zurückerlangen.

Deshalb will er zunächst Klage gegen YouTube (vielmehr gegen Google) beantragen, weil der Video-Dienst zwar in der Lage ist, Pornographie und andere Sammlungen auszusondern, aber bei der Sperrung urheberrechtlich geschützter Inhalte versagt. Böse Zungen behaupten allerdings, dass es nur ein kluger Schachzug des Sängers sei, da er darauf spekuliere, vom positiven Prozessverlauf – Viacom gegen You Tube – zu profitieren. Auch der Online-Marktplatz eBay steht auf der Anklageliste des Sängers.

Der Vorwurf hier:

eBay tue nicht genug gegen den Verkauf gefälschter Fan-Artikel. Angeblich werden zahllose Produkte präsentiert, die unerlaubt mit Namen und Logo des Musikers verkauft werden. In seinem Kampf gegen Urheberrechts- und Markenverletzungen im Internet wird der Musiker nun vom US-Unternehmen Web Sheriff unterstützt. Web Sheriff hat in den vergangenen Wochen bereits rund 2.000 Prince-Videos von YouTube entfernen lassen, so das Unternehmen. Das Problem lasse sich aber so nicht lösen, da pro Tag bis zu 500 Videos des Sängers von Nutzern auf die Seite geladen werden. Eine dritte Klage strengt Prince gegen The Pirate Bay an.

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Ellen (Redakteur)

Ellen Schmitt-Fleckenstein, Holzkirchen



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