BKA erfolgreich im Kampf gegen Internetbetrügereien

Fast täglich beschäftigen wir uns beim Online-Marktplatz mit Trojanern, Viren, Phishing und neuerdings auch Sluring – alle haben eins gemeinsam – es sind allesamt Betrügereien im Netz. Jetzt aber gab es einen Schlag gegen die Online-Kriminellen, denn das BKA hat, im Auftrag der Staatsanwaltschaft Bonn am Dienstag, nach 18 Monaten Ermittlungsarbeit, zehn Personen dingfest machen können. Es handelt sich hierbei um eine international tätige Phishing-Bande. Es wurden Durchsuchungen in Bad Homburg, Düsseldorf, Köln, Frankfurt und Elmshorn durchgeführt.

Die Verdächtigen werden beschuldigt, Zugangsdaten-Daten fürs Online-Banking und TANs (Transaktionsnummern) ausspioniert und für Überweisungen ins Ausland genutzt zu haben. Laut Bundeskriminalamt soll es sich um eine dreistellige Anzahl von Finanztransaktionen handeln. Der Schaden, der dadurch verursacht wurde, beläuft sich auf mehrere 100.000 Euro.

Die Gauner stammen aus Deutschland, der Russischen Föderation und der Ukraine und setzten zum Ausspähen der persönlichen Daten Trojanische Pferde ein, um die Bankkunden auf eigens gestaltete Webseiten zu locken und so an die Konto-Zugangsdaten zu gelangen. Die Trojaner gelangten über gesteuerte Mails auf die Rechner der Opfer. Die falschen E-Mails gaben vor, von der Deutschen Telekom, von eBay, von 1&1 Internet, von der Gebühreneinzugszentrale (GEZ) sowie vom BKA zu stammen.
Aber nicht nur über Mails verteilten die Betrüger ihr Trojanisches Pferd sondern ebenso über manipulierte Websites, deren Links über Bot-Netze verschickt wurden. Allein der Aufruf der Webseiten reichte aus, um die Trojaner auf den Computern der Geschädigten einzurichten.
Die erbeuteten Daten dienten dazu, Überweisungen von den Bankkonten der Opfer auf Konten von sogenannten Finanzagenten zu tätigen. Diese wiederum waren Mittelsmänner, die vorher eigens zu diesem Zweck angeheuert wurden. Diese Mittelsmänner überführten die Geldbeträge abzüglich einer Vermittlungsgebühr nach Russland und in die Ukraine.

In den beiden Ländern wurden die Gelder dann über eine besonders trickreiche Kombination von Dienstleistern des Electronic Payment weiter transferiert.

Die Beträge landeten in der Folge auf ausländischen Konten, die von den gefassten Betrügern zuvor unter Angabe falscher Identitäten eröffnet worden waren.

Letztendlich konnten die Verbrecher so „ihr“ Geld über Geldautomaten in Deutschland in Anspruch nehmen.

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Ellen (Redakteur)

Ellen Schmitt-Fleckenstein, Holzkirchen



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