Mehr Transparenz für globale Liefernetzwerke: Neue Community-Plattform startet!

Ambitionierte Nachhaltigkeitsziele und nicht zuletzt das ab Januar 2023 in Kraft tretende Lieferkettensorgfaltspflichtengesetz (LkSG) benötigen transparente Liefernetzwerke. Unter die rechtlich bindenden Vorschriften des LkSG fallen im ersten Schritt alle in Deutschland ansässigen Unternehmen mit mindestens 3.000 Beschäftigten. Indirekt wirkt sich das Gesetz jedoch aufgrund der Informationspflicht auf sämtliche Teilnehmenden der Liefernetzwerke aus.

Mehr Transparenz für globale Liefernetzwerke: Neue Community-Plattform startet!. pixabay.com ©Niklas9416 (Creative Commons CC0)

Mit F-Trace Transparency existiert nun eine cloudbasierte Lösung, die Unternehmen dabei unterstützt, die sowohl gesetzlichen als auch individuellen Ansprüche nach transparenten Liefernetzwerken zu erfüllen. Das Full-Service-Konzept ermöglicht, Transparenzdaten im Rahmen eines standardisierten und dezentralen Ansatzes gemeinsam mit Partnerfirmen zu nutzen und eignet sich für alle Teilnehmenden der Supply Chain – unabhängig ihrer Branchenzugehörigkeit (FMCG, Fashion, Healthcare), Unternehmensgröße und ihres IT-Reifegrades.

Im Rahmen von Pilotierungen unter anderem mit Edeka und Lidl werden die jeweiligen Anforderungen gemeinsam definiert und mit bis zu elf Produkten in einem Proof of Concept verprobt. Betrachtet werden in einem ersten Schritt die Produktkategorien Kaffee, Molkereiartikel und Tiefkühlkost. Die Pilotteilnehmer erhoffen sich nicht nur valide Kenntnisse über etwaige Risiken in ihren Liefernetzwerken, sondern streben mittels der Transparenz eine Bestätigung ihres Produktversprechens bzgl. formulierter Nachhaltigkeitskriterien an.

Mit F-Trace Transparency sind Unternehmen somit in der Lage, individuelle Fragestellungen zur Transparenz ihres Liefernetzwerks zu jeder Zeit zu beantworten. Der gesamte Datentransfer findet effizient über die Plattform statt und bietet Schnittstellen von und zu eigenen ERP-Systemen sowie zu Zertifizierungsdatenbanken für eine optimierte Datenintegrität. Damit erfüllt F-Trace zahlreiche Anforderungen aus dem LkSG wie beispielsweise die Einführung datengestützter Präventionsmaßnahmen, Sorgfaltspflichten gegenüber allen Vorstufen, Datenerhebung für das Risikomanagement oder Berichterstattungen und Dokumentation. Sie erhalten belastbare Informationen zur Nachhaltigkeit und Qualitätssicherung innerhalb der Supply Chain und können damit glaubwürdig gegenüber Behörden, Kunden und anderen Stakeholdern kommunizieren.

Mittels eines integrierten Rechtemanagements verbleibt die Datenhoheit hierbei stets bei den dateneingebenden Unternehmen – bei gleichbleibender Transparenz vom Erzeuger bis zum fertigen Produkt. Durch die Standardisierung der Fragebögen in allen Produktkategorien wird zudem der Aufwand innerhalb des globalen Liefernetzwerkes deutlich reduziert.

Für Thomas Fell, Lead GS1 Germany, steht fest: „Kein Unternehmen kann die Anforderungen aus dem LkSG alleine erfüllen. Dazu braucht es Standards und kollaborative Plattformen.“

Ein zentrales Instrument, welches Effizienz und Transparenz in puncto Nachhaltigkeit entlang globaler Liefernetzwerke erzeugt, bietet deshalb F-Trace an, ein Tochterunternehmen von GS1 Germany. Das Unternehmen hat über viele Jahre die neutrale, cloudbasierte Plattform F-Trace Traceability Lösung zur chargengenauen Rückverfolgbarkeit von Produkten in enger Abstimmung mit Industrie und Handel erfolgreich etabliert. Diese wurde nun mit dem neuen, umfangreichen Produkt „Transparency“ um eine Unternehmens-, Produkt- und Zutateneben erweitert.

„Wir nehmen kontinuierlich das Feedback unserer Kunden auf und haben die bestehende Traceability-Lösung um weitere Anwendungsszenarien erweitert. Mit dem neuen Produkt können Unternehmen nun für Nachhaltigkeit und Qualitätsmanagement relevante Daten effizient und strukturiert abfragen, visualisieren und analysieren“, sagt Mark Zeller, Lead F-Trace. Und er ergänzt: „Damit schließen wir den Kreis von Rückverfolgbarkeit, Transparenz und Verantwortung und werden den Anforderungen zur Nachhaltigkeit in Unternehmen mehr als gerecht.“

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