Hermes mobilisiert vor dem Weihnachtsgeschäft seine Kräfte und führt Zuschläge für Zeiten mit hohen Paketaufkommen ein

Mehr Hilfskräfte, mehr Transporter auf der Letzten Meile: Hermes bereitet sich auf das Weihnachtsgeschäft vor. Zudem erhebt der Logistik-Dienstleister – wie auch UPS und DHL – ab November einen Paketzuschlag, den jedoch nur die geschäftlichen Auftraggeber zahlen müssen.

Hermes mobilisiert vor dem Weihnachtsgeschäft seine Kräfte und führt Zuschläge für Zeiten mit hohen Paketaufkommen ein

Hermes mobilisiert vor dem Weihnachtsgeschäft seine Kräfte und führt Zuschläge für Zeiten mit hohen Paketaufkommen ein ©Hermes 2018

Das Weihnachtsgeschäft naht. Deswegen müssen die nötigen Maßnahmen getroffen werden, um in dieser heißen Phase das enorme Auftragsvolumen bewältigen zu können. So denkt auf jeden Fall der Logistik-Dienstleister Hermes, der bis Mitte Januar um die 3.600 Transporter auf die Straßen schicken will. Dieses Kontingent ist allein für die Letzte Meile vorgesehen. Zusätzlich dazu kommen rund 400 Sattel- und Wechselbrücken-Lkws, um die Zustellung auf langen Strecken zu meistern.

Zusätzliche Arbeitskräfte

Hermes macht aber nicht nur auf den Straßen mobil, sondern auch in den eigenen Logistik-Zentren. Landesweit sollen während des Weihnachtsgeschäfts bis zu 6.300 Arbeitskräfte aushelfen. Einige von ihnen werden für die Zustellung zuständig sein. Auf den größten Teil der neuen Mitarbeiter jedoch warten Aufgaben wie das Be- und Entladen von Containern oder die manuelle Sortierung. „Das Weihnachtsgeschäft stellt die Paketbranche vor immer größere Herausforderungen. Ein Trend, der sich aufgrund der kontinuierlich steigenden Sendungsmengen absehbar weiter verschärfen wird“, so CEO Olaf Schabirosky. „Umso wichtiger ist eine enge Abstimmung mit dem Handel, insbesondere was die Mengenplanung betrifft. Hier sehe ich uns gut aufgestellt: Zusatzkapazitäten konnten wir bei Hermes dank präziser Prognosen frühzeitig planen, sodass wir nach derzeitigem Stand auf Mengenbegrenzungen verzichten können.“

Paketzuschlag für geschäftliche Auftraggeber

Um die Herausforderungen zu bewältigen, will Hermes auch die Logistik-Zentren in Mainz und Berlin-Brandenburg zum ersten Mal voll auslasten. Beide wurden erst letztes Jahr in Betrieb genommen. „Auch wenn es uns gelungen ist, ausreichend Kapazitäten für das Weihnachtsgeschäft aufzubauen, nehmen die Engpässe bei der Rekrutierung von Zustellern branchenweit zu. Dem boomenden Online-Handel droht hier mittelfristig eine analoge Grenze“, sagt Schabirosky. Mit der steigenden Belastung begründet Hermes auch den Peak-Zuschlag, den das Unternehmen bereits im Frühjahr angekündigt hatte. Dieser fällt in diesem Weihnachtsgeschäft ab dem ersten November an. Geschäftliche Auftraggeber müssen dann den Paketzuschlag bis zum 31. Dezember zahlen, wobei die Höhe des Betrags mit jedem einzelnen Kunden individuell verhandelt wird.

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Eugen Zentner ist als Redakteur für onlinemarktplatz.de und als freier Redakteur für die dpa-infocom GmbH tätig.

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Kategorien: Logistik & Versender

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