Modemarken Oysho und Pull&Bear verkaufen ab sofort auf dem Online-Marktplatz Lamoda

Der Online-Marktplatz Lamoda zählt auf seinem Portal über 2.000 Modemarken. Ab sofort sind dort auch die spanischen Labels Oysho und Pull&Bear vertreten. Das Engagement ist Teil der Strategie, die der Mutter-Konzern verfolgt.

Modemarken Oysho und Pull&Bear verkaufen ab sofort auf dem Online-Marktplatz Lamoda
Modemarken Oysho und Pull&Bear verkaufen ab sofort auf dem Online-Marktplatz Lamoda

Lamoda gehört hierzulande zu den weniger bekannten Online-Marktplätzen. In Ländern der ehemaligen Sowjetunion ist das Fashion-Portal schon eher ein Begriff. Gegründet wurde es 2010, seitdem konzentriert sich Lamoda auf den Vertrieb von Mode- und Schönheitsprodukten in der Gemeinschaft Unabhängiger Staaten (GUS), in der beispielsweise Russland, Kasachstan, Moldawien oder Usbekistan vertreten sind. Heute nutzen das Portal vor allem internationale Marken, deren Zahl derzeit bei über 2.000 liegt. Unter ihnen befinden sich so große Namen wie Adidas, Asics, Gap, Lee, Diesel oder die spanischen Marken Mango und Desigual.

Ambitioniertes Ziel bis 2020

Aus dem südeuropäischen Land sind nun zwei weitere Marken hinzugekommen, wie das Nachrichtenportal FashionNetwork berichtet. Oysho und Pull&Bear gehören zu dem spanischen Einzelhandelskonzern Inditex und verkaufen ab sofort ihre Artikel über Lamoda. Das Mutterunternehmen betreibt in 48 Ländern eigene Websites, versucht aber dennoch, viele lokale E-Commerce-Unternehmen für eine Kooperation zu gewinnen. Diese Bemühungen hängen mit dem eigenen Ziel zusammen, bis 2020 alle Marken online zu verkaufen. Zu diesem Zweck soll auch Uterqüe, eine weitere Inditex-Marke, einen Vertrag mit Tmall unterzeichnet haben. Andere Labels des Mutterkonzerns sind auf Portalen wie Asos oder Zalando aktiv.

Pull&Bear wächst am schnellsten

Inditex gilt als erfolgreiches Textilunternehmen. Laut FashionNetwork habe es in der ersten Hälfte des laufenden Geschäftsjahres 1,4 Milliarden Euro Umsatz erzielt. Das entspreche einem Plus von 3,1 Prozent im Vergleich Vorjahreszeitraum. Für die meisten Verkäufe sorgten die Tochter-Marken Zara und Bershka. Am schnellsten soll jedoch Pull&Bear wachsen. Das Label generierte einen Umsatz von 851 Millionen Euro. Pull&Bear gilt als erste Fashion-Marke, die eine Kollektion für eSports entwickelt hat. Oysho, die nun ebenfalls auf Lamoda gestartet ist, breitet hingegen das Sortiment an Sportartikeln aus. Derzeit steht vor allem das technische Angebot im Fokus. So wurden etwa neue Box- und Trekkinglinien eingeführt.