Verbraucherfrust beim Online-Kauf von Eintrittskarten

Onlinekäufe von Tickets sind immer wieder Grund für Verbraucherbeschwerden. Insbesondere Plattformen, auf denen Eintrittskarten weiterverkauft werden, bereiten Probleme. Das Marktwächter-Team der Verbraucherzentrale Bayern hat den Markt näher untersucht und stellt fest: Intransparenz, mangelhafter Kundenservice und kaum Intervention gegen missbräuchliche Nutzung sind Kernprobleme in diesem Bereich.

Verbraucherfrust beim Online-Kauf von Eintrittskarten

Verbraucherfrust beim Online-Kauf von Eintrittskarten – pixabay.com ©igorovsyannykov (Creative Commons CC0)

„Eintrittskarten für Events, die nicht stattfinden, stark überhöhte Preise, nicht erhaltene Tickets oder ein mangelhafter bis komplett fehlender Kundenservice: Diese und weitere frustrierende Erfahrungen machen Verbraucher beim Kauf von Tickets, die nicht direkt vom Veranstalter, sondern von Ticketbörsen angeboten werden“, sagt Tatjana Halm, Leiterin des Referats Markt und Recht bei der Verbraucherzentrale Bayern. Entsprechende Verbraucherbeschwerden aus 13 Bundesländern liegen dem Marktwächter vor.

Der Marktüberblick zeigt unterschiedliche Kategorien von Online-Ticketmärkten auf. Außer dem direkten Kauf bei Tickethändlern (Erstmarkt) können Verbraucher Eintrittskarten auch bei Ticketbörsen erstehen (Zweitmarkt). Es existieren auch Mischformen, die beispielsweise eine Übersicht von Eintrittskarten anzeigen und dann auf Ticketbörsen weiterleiten. Halm erklärt dazu: „Für Verbraucher ist nicht unbedingt erkennbar, auf welcher dieser Plattformen sie sich befinden. Daher wissen sie oft nicht, dass sie nur Zweitkäufer sind. Diese mangelnde Transparenz war für uns einer der Gründe, einen bekannten Anbieter zu verklagen“.

Rechtsvergleichendes Gutachten zu Ticketmärkten in fünf Ländern

Im Auftrag der Verbraucherschützer hat die Universität Bayreuth ein rechtsvergleichendes Gutachten erstellt. Es gibt Einblick in die juristischen Bestimmungen für den Ticketzweitmarkt in ausgewählten europäischen Ländern. Auch dokumentiert es die unterschiedlichen regulatorischen Bedingungen. Eine Zusammenfassung dieses Gutachtens veröffentlicht das Marktwächter-Team der Verbraucherzentrale Bayern gemeinsam mit seinem Marktüberblick.

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Mit den  Marktwächtern beobachten und analysieren der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) und alle 16 Verbraucherzentralen den Markt in Deutschland, um Missstände früh zu erkennen und auf Fehlentwicklungen aufmerksam zu machen. In erster Linie nutzen sie dafür Erkenntnisse aus Beratungsgesprächen in den Verbraucherzentralen und erweitern damit die Marktbeobachtung in Deutschland um die bislang fehlende Verbraucherperspektive.

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Kategorien: Gesetz, Sicherheit