Rocket Internet erzielt im ersten Halbjahr einen dreistelligen Millionen-Gewinn

Mit hohen Umsatzzahlen machte Rocket schon mehrmals Schlagzeilen. Dennoch schrieb die Start-up-Schmiede immer wieder Verluste. Nun konnte sie endlich einen Gewinn erzielen. Dass der Berliner Konzern in den ersten sechs Monaten so erfolgreich war, liegt an vier Beteiligungen.

Rocket Internet erzielt im ersten Halbjahr einen dreistelligen Millionen-Gewinn

Rocket Internet erzielt im ersten Halbjahr einen dreistelligen Millionen-Gewinn

Für Rocket internet geht es auf und ab. Die letzten Jahre waren schwierig. Das Unternehmen machte Verluste, einige Beteiligungen blieben unter den Erwartungen. Mittlerweile scheint die Start-up-Schmiede die Krise überwunden zu haben. Das verdeutlichen die jüngsten Geschäftszahlen, die das Unternehmen veröffentlicht hat. Ihnen zufolge konnte Rocket in der ersten Jahreshälfte endlich schwarze Zahlen schreiben.

Drei Börsengänge Grund für Erfolg

Der Gewinn beläuft sich auf insgesamt 297 Millionen Euro. Wie groß der Erfolg tatsächlich ist, lässt sich anhand des Ergebnisses des letzten Geschäftsjahres veranschaulichen: 2017 schloss Rocket noch mit einem Minus von 27 Millionen Euro ab. Dass dem Konzern so ein großer Sprung nach oben gelungen ist, verdankt sich drei erfolgreichen Börsengängen. Der Kochboxen-Versand HelloFresh, der Essenslieferanrt Delivery Hero und das Online-Möbelhaus Home24 schlugen ein und trugen dazu bei, dass wieder Geld in die Kasse der Start-up-Schmiede floss. Für Rocket könnte es sogar noch besser kommen. Denn die drei Zugpferde befinden sich weiter auf Wachstumskurs, wie die Berliner Zeitung berichtet. So gelang es zum Beispiel HelloFresh, sich in den ersten sechs Monaten um rund 41 zu verbessern. Home24 konnte ein Plus von 14 Prozent verbuchen.

2,1 Milliarden Euro für weitere Beteiligungen

Eine ebenfalls vielversprechende Beteiligung ist das Münchener Online-Möbelhaus Westwing, an dem Rocket Internet 32 Prozent hält. Schon jetzt erweist sie sich als profitabel. Wenn Westwing in diesem Jahr auch noch an die Börse geht, wie es geplant ist, könnte das Unternehmen sogar für noch mehr Geldsegen sorgen. Dementsprechend optimistisch und euphorisch blickt Rocket in die Zukunft. Den Berlinern stehen momentan 2,1 Milliarden Euro für weitere Beteiligungen zur Verfügung. In welche Branchen sie fließen, steht noch nicht genau fest. Oliver Samwer ließ aber bereits durchblicken, dass die Bereiche Fintech und Künstliche Intelligenz ganz oben auf seiner Liste stehen.

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Eugen Zentner ist als Redakteur für onlinemarktplatz.de und als freier Redakteur für die dpa-infocom GmbH tätig.

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Kategorien: Andere Unternehmen, Börse, Quartalszahlen

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