Nach Cringle hat nun auch der Bezahldienst Lendstar Insolvenz angemeldet

Nachdem diese Woche bereits der Berliner Bezahldienst Cringle Insolvenz angemeldet hatte, hat es am 28.08.2018 den Bezahldienst Lendstar getroffen.

Bezahldienst Lendstar hat Insolvenz angemeldet
Bezahldienst Lendstar hat Insolvenz angemeldet – pixabay.com ©1820796 (Creative Commons CC0)

Angefangen hatte Lendstar als erste reine P2P-Plattform mit dem Zweck, Geld unter Bekannten zu verleihen. Sukzessive wurde der Funktionsumfang erweitert und Kooperationen mit u.a. Amazon und Zalando geschlossen, Schnittstellen zum Offline-Handel integriert und der Kauf von Handy-Guthaben ermöglicht. Dadurch wurde die Userbasis signifikant gesteigert. Der operative Umsatz wurde in den letzten drei Jahren jedes Jahr mindestens verdoppelt.

Dieses Wachstum alleine hat aber offenbar nicht ausgereicht, um Lendstar nachhaltig profitabel aufzustellen, die dafür notwendigen Investitionen hätten aus dem bestehenden Investorenkreis nicht gestemmt werden können. Aus diesem Grund hat Lendstar in den vergangenen Monaten versucht, einen strategischen Partner zu finden. Es konnte jedoch kein potentieller Käufer gefunden werden. Dies war laut Christopher Kampshoff, Gründer und Geschäftsführer, schließlich der Grund, warum die bestehenden Investoren in Abstimmung mit dem Team von einer Weiterfinanzierung absahen und sich für den Schritt in die Insolvenz entschieden haben.

Christopher Kampshoff, Gründer und Geschäftsführer:

„…Aber nun können wir leider nicht mehr kämpfen und der Weg, den wir gehen müssen, ist ein schwerer. Gestern mussten wir einen Insolvenzantrag stellen. Wir haben in den letzten Wochen mit verschiedenen Parteien sehr gute Gespräche über einen möglichen Verkauf von Lendstar geführt. Leider wurde keines dieser Gespräche ausreichend konkret. Daher haben wir uns gemeinsam mit unseren aktuellen Investoren dazu entschlossen die Finanzierung von Lendstar nicht weiter fortzusetzen. … Dieser Schritt ist uns natürlich unendlich schwergefallen. Wir glauben aber fest daran, dass es ein Weg mit Zukunft ist. In den kommenden Wochen werden wir nun an einer guten Lösung arbeiten. …“

Die App soll erst einmal wie gewohnt weiter funktionieren.