Warum „Schalke04“ kein sicheres Passwort ist

Die technischen Errungenschaften der digitalen Welt bieten unzählige Vorteile. Gleichzeitig aber ergeben sich vielerlei Risiken für die eigene Privatsphäre. Schädliche Software kommt zum Einsatz und durchwandert, auf der Suche nach sensiblen Daten, das World Wide Web. Hierbei geht es nicht selten um Bankverbindungen und andere
personenbezogene Daten. Eine erste Maßnahme, um sich vor derartigen Angriffen zu schützen, bildet bereits die Wahl des Zugangspassworts.

Warum „Schalke04“ kein sicheres Passwort ist

Warum „Schalke04“ kein sicheres Passwort ist – pixabay.com ©geralt (Creative Commons CC0)

Fehlende Kreativität bei den Deutschen

Das Hasso-Plattner-Institut für Softwaresystemtechnik (HPI) verdeutlichte in einer Erhebung aus dem Jahre 2016, dass die Top-Ten der beliebtesten Passwörter in Deutschland auf keinen Fall als „sicher“ bezeichnet werden kann. Unter den fünf ersten Platzierungen fallen z.B. „passwort1“, „hallo123“ und „schalke04“. Bereits die Erstellbarkeit einer solchen Rangliste verdeutlicht das mangelnde Maß an Sicherheit dieser Kennwörter.

Passwort-Tipps

Die Konstruktion eines sicheren Passworts ist gar nicht mal so einfach. Zum einen gilt es, Wiederholungen oder einfache Tastaturmuster zu meiden. Zum anderen sollte nicht zu solchen Wörtern gegriffen werden, die sich mühelos in Wörterbüchern wiederfinden. Etwas Abhilfe verschafft an dieser Stelle der Austausch einzelner Buchstaben gegen Sonderzeichen. Auf Namen oder bestimmte Daten, die sich mit der eigenen Person oder dem konkreten sozialen Umfeld in Verbindung bringen lassen, sollte verzichtet werden. Auch der Einsatz der Shift-Taste ist ratsam, da die Passwortsicherheit durch eine gemischte Groß- und Kleinschreibung erhöht wird. Vom
Gebrauch von Umlauten ist abzuraten. Des Weiteren ist die Kennwortlänge wichtig, wobei sich die optimale Länge nach der Relevanz des zu Behütenden richtet. Mit Hilfe von Eselsbrücken lassen sich auch kryptische Passwörter erstellen und merken. Hierbei können bestimmte Sätze als Basis dienen, etwa „Mein Fahrrad steht seit April 2017 im Keller“ für das Passwort „MFs$04/17@K“.

Sicheres Kennwort ohne Kopfzerbrechen: Der Passwort-Generator

Mit einem Passwort-Zufallsgenerator des Berufsverbands der Rechtsjournalisten e.V. lassen sich auf einfachste Weise sichere Kennwörter generieren. Hierbei erstellt ein maschineller Zufallsalgorithmus per Klick ein nur sehr schwer zu knackendes Passwort. Anzumerken ist, dass auf diese Art angefertigte Passwörter um ein Vielfaches sicherer sind als kurze Wörter mit Privatbezug.

Wer sich ohne Kopfzerbrechen ein Kennwort mit hohem Maß an Sicherheit anfertigen lassen möchte, findet unter https://www.passwort-generator.com/ ein solches kostenloses Tool. Dabei wird der Zeitraum angegeben, der dazu benötigt wird, um das generierte Kennwort zu knacken. Die hier erstellten Passwörter werden dabei auf dem
eigenen Gerät generiert und nicht vom Anbieter gespeichert.



Kategorien: Recht & Sicherheit