Bezahlen per Fingerabdruck: Biometrie-Lösungen auf dem Vormarsch

Das Smartphone mit dem Fingerabdruck zu entsperren, ist für viele Konsumenten heute bereits gelebter Alltag. Die ECC-Payment-Studie Vol. 22, für die das ECC Köln und Prof. Dr. Malte Krüger je eine Befragung unter Online-Shoppern und Shop-Betreibern durchführten, zeigt: Mehr als die Hälfte der befragten Konsumenten könnte sich vorstellen, eine Onlinebestellung mittels biometrischer Authentifizierung zu bezahlen.

„Rund 23 Prozent der Konsumenten haben bereits über ihr Smartphone mit ihrem Fingerabdruck bezahlt und weitere 34 Prozent können sich dies in der Zukunft vorstellen. Die deutliche Mehrheit der Konsumenten findet es besonders praktisch, dass sie sich in der Passwortflut der heutigen Zeit dadurch mindestens einen Zugangscode weniger merken müssen“, erklärt Mailin Schmelter, Teamleiterin am ECC Köln.

Bezahlen per Fingerabdruck: Biometrie-Lösungen auf dem Vormarsch

Bezahlen per Fingerabdruck: Biometrie-Lösungen auf dem Vormarsch – ©IFH KOELN ECC KOELN 2018

Auch in puncto Sicherheit empfindet mehr als die Hälfte diese Art der Identifikation als sicherer als das Passwort. Denn biometrische Daten machen jeden Menschen einzigartig und das Bezahlverfahren somit grundsätzlich hochsicher. Neben dem bekanntesten biometrischen Verfahren, dem Fingerabdruck, können auch ein Irisscan sowie eine Stimm- oder Gesichtserkennung zur Identifizierung einer Person verwendet werden.

Mehrheit der Händler kann sich biometrische Authentifizierung im Online-Shop vorstellen
Die Akzeptanz der Technologie ist durch die weite Verbreitung unter Konsumenten bereits vorhanden. Fast jedes moderne Smartphone verfügt beispielsweise über einen Fingerscanner. Daher bietet die Integration der biometriebasierten Bezahlung für deutsche Shop-Betreiber Potenzial. Demnach kann sich nur etwas mehr als ein Drittel der Händler das Angebot einer biometrischen Identifikation im Payment-Prozess nicht vorstellen.

„Insbesondere die Schnelligkeit und Einfachheit des Zahlungsverfahrens helfen Händlern dabei, die Zufriedenheit mit der Onlinebestellung zu erhöhen. Biometrische Identifikation kann hierbei ein weiterer Schritt in Richtung Geschwindigkeit und Convenience sein und dabei helfen den Bezahlprozess zu beschleunigen“, bestätigt Prof. Malte Krüger.

Die wichtigsten Zahlen im Überblick:

  • 10,4 Prozent der befragten Konsumenten wurden schon mal Opfer von Betrug durch Missbrauch ihrer Zahlungsdaten; 35,1 Prozent der betroffenen Konsumenten nutzten dabei die Kreditkarte.
  • 77,7 Prozent der befragten Konsumenten fühlen sich generell sicher, wenn sie im Internet bezahlen.
  • Durchschnittlich drei Prozent der Bestellungen im Online-Shop werden von den befragten Händlern als Betrug klassifiziert.
  • Für 48,8 Prozent der befragten Händler zählt die Angabe von Fake-Identitäten zu den drei Betrugsarten, die im eigenen Online-Shop am häufigsten vorkommen.
  • 37,5 Prozent der befragten Händler bieten unterschiedlichen Kunden verschiedene Zahlungsverfahren an.
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