Cloud Computing 2018

Geht es um das Thema Cloud Computing, so fällt auf dass dieses gerade im unternehmerischen Bereich immer mehr an Bedeutung gewinnt. Die Zahlen sprechen für sich, denn inzwischen nutzen bereits zwei Drittel aller Unternehmen Cloud Computing. Dabei nutzt sogar ein Drittel das Public Cloud Computing. Und ein Stillstand ist nicht in Sicht, denn in den nächsten Jahren ist mit weiteren Zuwächsen zu rechnen. Es gibt Prognosen, welche eine Steigerung des globalen Umsatzes der mit Cloud erzielt wird, von aktuell 246 Milliarden auf 383 Milliarden aufzeigen. Und das schon im Jahr 2020. Und auch deutsche Unternehmer haben das Potenzial, welches das Cloud Computing mit sich bringt, für sich erkannt und ihre Vorurteile überwunden. Und auch wenn Sicherheitsbedenken bestehen, so deuten die Zeichen der Zeit den Weg in die Cloud.

Das Cloudcomputing lässt sich mit der amüsanten Bezeichnung „Rechnerwolke“ übersetzen. Damit wird die Bereitstellung von IT-Infrastruktur beschrieben. Zu dieser Infrastruktur gehören zum Beispiel die Rechnerleistung, der Speicherplatz oder auch die Anwendungssoftware in Form einer Dienstleistung über das Internet. Um es technischer zu formulieren, lässt sich das Cloud Computing als Ansatz umschreiben, die IT-Infrastrukturen über ein Rechnernetz anzubieten. Und zwar ohne, dass eine Installation auf dem lokalen Rechner erforderlich ist. Das Angebot und die Nutzung einer derartigen Dienstleistung wird ausschließlich über technische Schnittstellen und Protokolle realisiert, welche meist in Form eines Webbrowsers genutzt werden.

Cloud Computing 2018

Cloud Computing 2018
pixabay.com ©TheDigitalArtist (Creative Commons CC0)

Aus unternehmerischer Sicht: Die Cloud-Vorteile

Zu Beginn sollte man sich natürlich die Frage stellen, welche Vorteile beziehungsweise Möglichkeiten die Cloud im Grunde bietet. Es sollte sich zudem die Frage gestellt werden, inwiefern sich der Umstieg auf eine Cloud als sinnvoll erweist. Als besonderer Vorzug kann ganz klar die Flexibilität genannt werden. Ganz gleich ob es um mehr Leistung geht, welche in den Spitzenzeiten erforderlich ist oder ob die Performance generell den aktuellen Bedürfnissen angepasst werden soll. Cloud-Dienstleister haben damit die Möglichkeit, auf diese Änderungen in der Regel zügig zu reagieren. Zudem orientieren sich die Kosten meistens auch an den genutzten Leistungen. Horrende Fixkosten fallen für gewöhnlich nicht an. Das ist auf den Wettbewerb der einzelnen Anbieter zurückzuführen, welcher für ein attraktives Preisniveau sorgt. Sollte es dennoch zu gravierenden Schwierigkeiten kommen, kann der Nutzer flexibel agieren und beispielsweise den Dienstleister wechseln. Eine Abhängigkeit lässt sich auf diese Weise vermeiden.

Überschaubare Investitionen im Vorfeld

Werfen wir einen Blick auf die Einstiegshürde in das Cloud Computing, so fällt auf dass diese sehr gering ist. Wer eine Lizenz für bestimmte Softwarelösungen erwerben will, hat die Möglichkeit diese mittels Pay-as-you-go-Modelle günstig und flexibel zu finanzieren. Das bedeutet, dass die Nutzer tatsächlich nur für das bezahlen, was sie auch sie wirklich nutzen. Auf diese Weise wird der administrative Aufwand, welcher für die Verwaltung und für die Lizenzverteilung erforderlich ist, auf ein Minimum reduziert. Somit wird auch die Belastung welche sich auf das IT-Personal auswirkt, zurückgefahren. Folglich stehen für andere Projekte mehr Ressourcen und Zeit zur Verfügung. Die meisten Produkte aus der Cloud lassen sich in der Regel in Form eines Abo-Lizenz-Modells erwerben. Das betrifft zum Beispiel Grafikprogramme. Diese entscheidenden Vorteile sorgen nach wie vor dafür, dass sich immer mehr Unternehmen für das Cloud Computing entscheiden.

Nach wie vor ein Thema: Die Datensicherheit

Die Datensicherheit ist ein kritisches Thema. Das betrifft vor allem Unternehmen, welche bislang auch ohne Public Cloud Computing ausgekommen sind. Es befürchten noch immer 30 Prozent der Unternehmer, dass sensible Daten durch unberechtigten Zugriff missbraucht werden könnten. Immerhin 20 Prozent der Unternehmer befürchten einen potenziellen Datenverlust und weitere 20 Prozent sind in Sorge, dass wichtiges Know-how während der Nutzung des Cloud Computing verloren gehen könnte. Und sogar 70 Prozent der Unternehmer sind der Meinung, dass ihre Daten in einer Public Cloud schwieriger zu schützen sind, als es im Internen Netzwerk der Fall ist. Allerdings sind immerhin 68 Prozent der Befragten der Meinung, dass die Sorgen unberechtigt seien, da diese in den letzten zwölf Monate keine Schwierigkeiten im Zusammenhang mit der Cloud zu verzeichnen hatten. Generell lässt sich jedoch erkennen, dass die einzelnen Branchen unterschiedliche Akzeptanzen gegenüber der Cloud aufweisen. So nutzen bereits 79 Prozent der Unternehmer im Bereich der Telekommunikation und IT die Cloud. 87 Prozent sind es in der Energiebranche. Im Bereich der Versicherungen und des Handels geht es wesentlich konservativer zu. Hier sind es 58 beziehungsweise 52 Prozent. Office zählt zu den beliebtesten Anwendungen. Dieses wird von 46 Prozent der SaaS-Anwender genutzt. Dieser Umstand lässt sich darauf zurückführen, dass das Office-Paket seit kurzem von Microsoft als SaaS lizensiert wird.

Eine Prognose für die Zukunft

Wirft man einen Blick auf die Zukunft des Cloud Computings, so sind zwar jede Menge Potenzial aber auch Herausforderungen erkennbar. Die Offenheit und die wachsende Akzeptanz der Unternehmen, ihre Anwendungen und Daten im Rahmen der Cloud zu bearbeiten, zeigt auf, dass der Paradigmenwechsel bereits begonnen hat und in vollem Gange ist.

Cloud Computing 2018 was last modified: by

Frank Weyermann
Betreiber der Seite onlinemarktplatz.de und und Inhaber von die-datenwerkstatt.de.

Beitrag teilen:



Kategorien: Praxistipps

Schlagworte:, , ,