Amazon bringt in China Hersteller und Online-Händler aus Europa und den USA zusammen

Amazons Ambitionen als Logistiker sind bekannt. Jetzt will der Internet-Riese in diesem Bereich auf dem chinesischen Markt wachsen. Diese Woche bringt er in Hangzhou Hersteller und Online-Händler aus Europa und USA zusammen. Beide Seiten sollen miteinander Geschäfte treiben, während der Konzern aus Seattle für den Transport sorgt.

Amazon bringt in China Hersteller und Online-Händler aus Europa und den USA zusammen

Amazon bringt in China Hersteller und Online-Händler aus Europa und den USA zusammen

Amazon will diese Woche in Hangzhou 400 Online-Händler mit Herstellern zusammenbringen. Darüber berichtete letzte Woche die Nachrichtenagentur Bloomberg. Eine große Rolle bei diesem Projekt spielen vor allem die Produzenten von Elektrowaren, Autoteilen und Haushaltsartikeln, die allesamt nach lukrativen Wegen suchen, wie sie die Verbraucher in Europa und den USA direkt erreichen.

Teilnehmende Händler zahlen eine Gebühr

Amazon agiert hierbei als Vermittler und verdient mit. Der Internet-Riese liefert den Herstellern zum einen Informationen darüber, wie sich diese auf umsatzstarke Zeiten wie Weihnachten oder Ostern vorbereiten können. Zum anderen verlangt er von den teilnehmenden Online-Händlern eine Gebühr. Diese ermöglicht ihnen aber, direkte geschäftliche Kontakte zu knüpfen. Außerdem sorgt Amazon für einen schnellen Transport, wenn chinesische Verbraucher bei diesen Händlern bestellen.

Angriff auf Alibaba

Diese Initiative verstehen Experten als weiteren Schritt, den Amazon in der Logistik-Branche macht. Ähnlich ging der Online-Riese bereits in den USA vor. Auf die gleiche Weise will er nun Alibaba auf dem eigenen Terrain Marktanteile streitig machen. Die Methode sei sehr wirkungsvoll, wie Ryan Petersen erklärt: „Da Amazon auf seiner Plattform chinesische Fabriken direkt mit den Endverbrauchern verbindet, werden Zwischenhändler gezwungen sein, direkt mit ihren eigenen Lieferanten zu konkurrieren“, sagte der Geschäftsführer des Speditionsunternehmens Flexport der Nachrichtenagentur Bloomberg. Sein Unternehmen ist einer der Partner, die Amazon beim Produkte-Import aus Übersee helfen. „Dieser neue Wettbewerb wird für Händler hart sein, die chinesischen Produkte einfach weiterzuverkaufen, anstatt eigene Produkte herzustellen“, so Petersen.

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Eugen Zentner ist als Redakteur für onlinemarktplatz.de und als freier Redakteur für die dpa-infocom GmbH tätig.

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