Home24 wächst im ersten Quartal deutlich und bereitet sich auf den Börsengang vor

Noch ist nicht klar, wann Home24 an die Börse geht. Der Start steht unmittelbar bevor. Derweil präsentiert das Start-up von Rocket Internet die Zahlen für das erste Quartal. Sie fallen positiv aus, auch wenn es der Möbelhändler noch nicht in den Profitabilitätsbereich geschafft hat.

Für Rocket Internet scheint das Geschäft besser zu laufen. Seine Start-ups sorgen wieder für mehr Umsatz, wie Home24 beweist. Der Online-Möbel-Händler setzte in den ersten drei Monaten rund 84,5 Millionen Euro um. Das entspricht einem Plus von 30 Prozent, wenn man die Zahlen mit dem Vorjahreszeitraum vergleicht. Eine Verbesserung ist auch gegenüber dem letzten Quartal 2017 zu beobachten, in dem das Portal sechs Prozent weniger erwirtschaftete. Das wirkte sich positiv auf die Verlustentwicklung aus. Das Start-up schreibt zwar noch immer rote Zahlen, doch diese verkleinerten sich im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 2,1 Millionen Euro.

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Schwarze Zahlen auf dem lateinamerikanischen Markt

Dass es der Möbelhändler noch nicht in den Gewinnbereich geschafft hat, begründet er mit erhöhten Marketingausgaben. Dadurch sollten neue Kunden gewonnen werden. Ob das dem Portal gelungen ist, teilte Home24 nicht mit. Ebenfalls unbekannt bleibt die Summe, die das Start-up für seine Werbemaßnahmen ausgegeben hat. Gut scheint das Geschäft vor allem auf dem lateinamerikanischen Markt zu laufen. Dort ist Home24 in Brasilien mit einem Online-Shop präsent, der nach eigenen Aussagen im letzten Jahr das erste Mal für schwarze Zahlen sorgte. Daran soll sich auch in den ersten drei Monaten nichts geändert haben: „Wir verbessern unsere Profitabilität von Quartal zu Quartal. Damit sind wir auf einem guten Weg, mittelfristig die Gewinnschwelle zu erreichen“, sagte Co-Chef Marc Appelhoff.

Börsengang in den nächsten Monaten

Aufgrund der positiven Entwicklung plant Home24 den Gerüchten zufolge den Börsengang. Dazu soll es schon in diesem oder nächstem Monat kommen. Was die Bewertung betrifft, sind bislang Beträge von 500 bis 600 Millionen im Umlauf. 2016 lag sie noch bei 420 Millionen Euro. Eine Tendenz nach oben ist somit auch in diesem Bereich festzustellen. Appelhoff wirkt optimistisch. Dazu trägt auch die gute Geschäftsentwicklung in den europäischen Ländern bei. Home24 ist in Österreich, den Niederlanden, Frankreich, Belgien, Italien und der Schweiz aktiv. Auf diesen Märkten spricht der Co-Chef von einem riesigen Potential, das tatsächlich bei 110 Milliarden Euro liegt. Etwas enttäuschend fällt hingegen die Bilanz in Deutschland aus. Denn hierzulande kaufen Verbraucher gerade mal 5 Prozent der Möbel im Internet.

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Eugen Zentner ist als Redakteur für onlinemarktplatz.de und als freier Redakteur für die dpa-infocom GmbH tätig.

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Kategorien: Börse, Quartalszahlen

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