Windeln.de SE schließt seinen Online-Shop «Nakiki»

«Nakiki» war einst ein Shopping-Club. Später mauserte er sich zu einem klassischen Online-Shop, in dem Verbraucher Spielzeug und Kindermode kaufen konnten. Nun stellt ihn der Mutterkonzern ein und bündelt das Sortiment mit dem Angebot der Kernmarke Windeln.de.

Der Spezialversender Windeln.de SE ergreift weitere Effizienz- und Profitabilitätsmaßnahmen. Es ist noch nicht lange her, als er seinen italienischen Online-Shop «Pannolini.it» schloss. Dieser war insgesamt drei Jahre aktiv gewesen. Noch viel kürzer hielt sich ein weiterer Online-Shop des Unternehmens: «Nakiki». Auch ihn hat der Konzern nun beerdigt, um das Sortiment mit demjenigen der Kernmarke Windeln.de zusammenzulegen.

Windeln.de SE schließt seinen Online-Shop «Nakiki»

Windeln.de SE schließt seinen Online-Shop «Nakiki»

Vom Shopping-Club zum klassischen Online-Shop

Die Geschichte von «Nakiki» ist reich an Veränderungen. Anfangs handelte es sich um einen Shopping-Club, der unter der Bezeichnung «Windelbar» um die Gunst junger Eltern buhlte. Sie konnten hier nach günstiger Saisonware und Restposten suchen. Der Erfolg blieb aus, weshalb Windeln.de SE den Shopping-Club 2015 in «Nakiki» umbenannte und den Versuch unternahm, ihn zu internationalisieren. Doch auch diese Veränderung zeitigte keine zufriedenstellenden Ergebnisse. Nur ein Jahr später kam das Aus für den Shopping-Club. Von da an begrüßte «Nakiki» seine Kunden als klassischer Online-Shop, der ihnen Spielzeug und Kindermode anbot. Die Lieferzeit verkürzte sich und dauerte nur noch einen bis zwei Werktage.

Konzern will Ressourcen sparen

Mit Windeln.de und «Nakiki» verfolgte der Mutterkonzern eine Zwei-Marken-Strategie. Während über den Online-Marktplatz überwiegend Verbrauchsgüter zu attraktiven Preise verkauft werden sollten, diente der Online-Shop als Vertriebskanal für ausgewählte Produkte mit einer höheren Marge. Wieder ist die Rechnung nicht aufgegangen, weshalb der Konzern die Reißleine ziehen musste. Seine Entscheidung, beide Sortimente nun zusammenzulegen, begründet er so: „Unsere Expertise und Aufwendungen konzentrieren wir von nun an gebündelt auf unserer Windeln.de-Seite. So können wir Ressourcen einsparen und unseren Windeln.de-Shop effizienter und zügiger vorantreiben.“

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Eugen (Redakteur)

Eugen Zentner ist freier Redakteur, dpa-infocom.

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