Amazon weitet sein Wardrobe-Programm auf mehr Prime-Kunden aus

Im Sommer letzten Jahres startete Amazons Wardrobe-Programm. Nutzen durften es nur Prime-Kunden, die eingeladen wurden. Nun öffnet der Online-Riese seinen Service für mehr Abonnement-Mitglieder. Daran hat die Konkurrenz einen großen Anteil.

Amazons Prime-Kunden genießen viele Vorteile. Wenn der Online-Riese einen neuen Service herausbringt, sind sie die ersten, die ihn testen dürfen. So ist es auch bei Prime Wardrobe, einem Einkaufskonzept von Bekleidungsartikeln, das der Konzern im Sommer letzten Jahres auf den Markt brachte. Mit dem Service haben die Abonnement-Kunden die Möglichkeit, zum Beispiel Jeans, T-Shirts oder Blusen in einer Box zur Anprobe liefern zu lassen. Was ihnen davon nicht gefällt, geht zurück an Amazon. Allerdings befand sich der Service bislang in einer Testphase, in der Prime-Kunden ihn nur auf Einladung nutzen konnten. Das scheint sich jetzt zu ändern.

Amazon weitet sein Wardrobe-Programm auf mehr Prime-Kunden aus

Amazon weitet sein Wardrobe-Programm auf mehr Prime-Kunden aus
©Amazon 2018

Endlich Nägel mit Köpfen machen

Laut TechCrunch wolle Amazons Fashion-Team das Programm auf mehr Prime-Kunden ausweiten. Über Twitter haben einige bereits mitgeteilt, dass sie den Zugang zum Service erhalten haben. Wie viele Kunden ihn zuvor testen durften und wie viel neu hinzugekommen sind, wollte Amazon nicht verraten. Ein Ende der Testphase war jedoch abzusehen, schließlich liegt der Start fast ein Jahr zurück. Darüber hinaus haben in der Zwischenzeit die Konkurrenten Stitch Fix und Gwynnie Bee eigene Programme gelauncht. Deswegen wird es für Amazon Zeit, in diesem Bereich Nägel mit Köpfen zu machen.

Probleme beim Bekleidungsshopping im Internet

Der Service wurde entwickelt, um eine der größten Online-Shopping-Herausforderungen im Bekleidungsbereich zu lösen: Kunden können anhand eines Online-Fotos von Bekleidungsartikeln schwer beurteilen, wie es am eigenen Körper sitzt. Denn oftmals haben Modele ganz andere Proportionen als die Käufer. Zudem schneiden die Hersteller ihre Größen jeweils unterschiedlich, so dass die Kleidung mal passt – und mal nicht. Problematisch ist auch, dass viele Kunden nicht wissen, wie sich der Stoff anfühlt. In der Vergangenheit waren das die Gründe, warum viele Konsumenten auf Fashion-Shopping im Internet verzichteten. Heute sind sie eher dazu bereit. Ein Service wie Amazon Wardrobe soll weitere Anreize schaffen.

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Eugen Zentner ist als Redakteur für onlinemarktplatz.de und als freier Redakteur für die dpa-infocom GmbH tätig.

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