Multichannel-Strategie: Fahrrad.de verabschiedet sich vom reinen Online-Geschäft

Im E-Commerce dreht sich momentan alles um Multichannel. Viele Händler, insbesondere die großen, belassen es nicht nur beim Online-Business, sondern stellen sich auch offline stärker auf. Zu dieser Strategie hat sich nun auch Fahrrad.de entschieden. Eigene Filialen will der Spezial-Versender dennoch nicht eröffnen.

Reines Online-Business scheint nicht mehr attraktiv zu sein. Und es zieht nicht nur die großen Unternehmen wie Amazon in das Offline-Geschäft, sondern auch die kleinen Händler. Ein gutes Beispiel dafür ist Fahrrad.de. Der Spezial-Versender hat beschlossen, sich künftig auch stationär zu betätigen. Dabei verfolgt er eine Multichannel-Strategie, die an das Konzept des Brillenanbieters «Mister Spex» angelehnt ist. Wie er will auch Fahrrad.de auf eigene Filialen verzichten und stattdessen in der DACH-Region mit den lokalen Händlern kooperieren. Welche Partner an Bord sind, informiert der Spezial-Versender bereits jetzt auf seiner Webseite.

Multichannel-Strategie: Fahrrad.de verabschiedet sich vom reinen Online-Geschäft

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Mehr Service für die Kunden

Ab Mai stellt er dann seinen Kunden frei, Fahrräder entweder nach Hausse liefern zu lassen oder sie in den Geschäften der Partner-Händler abzuholen. Wer sich für die erste Variante entscheidet, muss jedoch den Drahtesel selber vollständig zusammenschrauben. In der Filiale wartet hingegen schon ein fertiges Produkt. Doch das ist nur ein Vorteil der Multichannel-Ausrichtung, den die Kunden in Zukunft genießen dürfen. Ihnen stellt Fahrrad.de aber noch mehr Service in Aussicht. So sollen sie zum Beispiel Hilfe bei der Montage oder bei späteren Reparaturen bekommen. Für Inspektionen werden vor Ort außerdem kompetente Ansprechpartner zur Verfügung stehen, so dass Kunden auf Wunsch auch ein „rundum-glücklich-Paket“ wählen können, wie der Händler sagt.

Bessere Umsatzmöglichkeiten, aber auch große Konkurrenz

Von der Partnerschaft mit Fahrrad.de profitieren auch die lokalen Geschäfte. Vor allem sind es die versprochenen Folgeaufträge, die ihre Umsätze in die Höhe treiben. Dennoch ist die Konkurrenz groß. Fahrrad.de listet für seine Kunden alle regionalen Partner-Händler auf, zwischen denen sie wählen können. Momentan liegt deren Zahl bei mehr als 200. Um schneller an das Ziel zu gelangen, können die Portalbesucher eine Filterfunktion nutzen und zum Beispiel nach Wunschhändler, Stadt oder Postleitzahl suchen.

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Eugen (Redakteur)

Über den Autor

Eugen Zentner ist freier Redakteur, dpa-infocom.

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