Alt statt neu – Warum der Kauf gebrauchter Software sinnvoll ist

Zur Entwicklung einer einwandfreien IT-Infrastruktur eines Unternehmens gehört auch die Ausstattung mit der passenden Software, deren Anschaffung in größeren Mengen schnell sehr kostspielig werden kann. Durch den Kauf von Zweitmarkt-Software kann man Kosten im vier- bis sechsstelligen Bereich einsparen. Lange war umstritten, ob der Handel mit gebrauchter Software legal ist, doch im Juli 2012 entschied der Europäische Gerichtshof, im Juli 2013 auch der Bundesgerichtshof, dass ein Weiterverkauf erlaubt ist. Den Schätzungen zufolge hat der Markt für Second-Hand-Software ein Volumen von rund fünf Milliarden Euro – ein enormes Marktpotenzial.

Was macht gebrauchte Softwarelizenzen für Unternehmen interessant?

In der Regel ist Second-Hand-Software zwischen 30 und 50 Prozent günstiger als neue. In manchen Fällen kann man sich sogar bis zu 70 Prozent des Neupreises sparen. Viele Unternehmen bevorzugen auch deshalb ältere Versionen von Software, da diese weiter entwickelt sind, zuverlässiger funktionieren als die neueren Versionen oder um die Kompatibilität mit anderen Anwendern zu gewährleisten. Hersteller wie Microsoft und Adobe bieten ihre Software nur noch als Mietmodell an. Ältere Versionen ihrer Programme sind heute über den Zweitmarkt erhältlich. Händler von Gebrauchtsoftware, wie zum Beispiel VENDOSOFT (www.vendosoft.de), führen ältere Softwareversionen wie z.B. Microsoft Office 2007, 2010, 2013 in ihren Sortimenten. VENDOSOFT führt zudem auch neue Software (Bsp. Microsoft Office 2016 als Kaufversion).

Alt statt neu – Warum der Kauf gebrauchter Software sinnvoll ist

Alt statt neu – Warum der Kauf gebrauchter Software sinnvoll ist
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Abgesehen davon, dass sich Unternehmen mit der Anschaffung von gebrauchter Software beträchtliche Geldsummen sparen, haben sie auch die Möglichkeit, Software zu verkaufen. Sollte es eine Systemumstellung im Unternehmen geben oder ein neueres Softwaremodell bevorzugt werden, können alte Programme an einen Gebraucht-Software-Händler veräußert werden.

Ein großer Vorteil beim Kauf gebrauchter Software ist, dass sie keine Verschleißspuren aufweist – der Begriff „gebraucht“ mag daher etwas irreführend sein, da man sich darunter womöglich ein Produkt mit gewissen Gebrauchsspuren vorstellt. Ganz im Gegenteil ist Software aus zweiter Hand jedoch genauso neuwertig wie bei einem Neukauf.

Worauf sollte man bei der Anschaffung von benutzter Software achten?

Die Rechtslage ist geklärt und eindeutig, der Handel mit gebrauchter Software ist legal. Jedoch gibt es ein paar Dinge, die man beim Kauf beachten muss, um auf der sicheren Seite zu sein. Schwarze Schafe unter den Händlern bieten Software an, die rechtswidrig hergestellt wurde, beispielsweise Raubkopien. Oder es werden sogenannte „Education-“ bzw. „Academic-Lizenzen“ angeboten, bei welchen noch nicht abschließend geklärt ist, ob deren Weiterverkauf rechtskonform ist.

Probleme mit gebrauchter Software kann man jedoch vermeiden. Beim Kauf von Second-Hand-Software sollten Gewerbetreibende folgende Dokumente verlangen: Lieferschein und Rechnung, Installationsdatenträger, Volumenlizenz-Key sowie eine Bestätigung der Korrektheit der Lieferkette. Letzteres meint, dass die Lizenzen vom Hersteller ursprünglich im Europäischen Wirtschaftsraum in Umlauf gebracht worden sein müssen (nur dann tritt der sogenannte „Erschöpfungsgrundsatz“ ein) und eine Deinstallation der Programme bei allen Vorbesitzern bestätigt wurde.

Abschließendes Fazit

Gebrauchte Software kann in vollem Umfang genutzt werden und weist keinerlei Gebrauchsspuren auf. Zudem können Unternehmen ihr IT-Budget schonen, indem sie sich zum einen bei der Anschaffung gebrauchter Software finanzielle Ressourcen sparen und zum anderen das Budget durch den Verkauf von älteren bzw. nicht mehr benötigten Programmen aufstocken. Software aus zweiter Hand hat also viele Vorteile und stellt eine sinnvolle Alternative zum Neukauf dar.

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