Mögliche Paket-Verspätungen zu Ostern: DHL kündigt in der Hauptstadt Streiks an

Bis zu den Oster-Feiertagen ist es nicht mehr lange. Viele Verbraucher haben ihre Geschenke schon online bestellt. Doch dieses Jahr könnten diese in Berlin etwas verspätet ankommen. Der Grund: DHL-Mitarbeiter haben Warnstreiks angekündigt. Allerdings will das Logistikunternehmen den Schaden für die Kunden gering halten.

Wie vor Weihnachten bereitet vielen Verbrauchern diese Frage auch kurz vor Ostern Kopfzerbrechen: Kommen die Online-Bestellungen rechtzeitig an? In diesem Jahr könnten sich die Geschenke durchaus verspäten, zumindest in Berlin. Dort haben die Mitarbeiter der Post-Tochter DHL Delivery Warnstreiks angekündigt. Ihnen geht es um bessere Arbeitsbedingungen und höhere Löhne. Mit einem Streik wollen sie daher Druck auf die laufenden Tarifverhandlungen ausüben, in denen Verdi die Arbeitgeberseite auffordert, das Einkommen in zwei Stufen anzuheben. Die Rede ist derzeit von jeweils drei Prozent.

Mögliche Paket-Verspätungen zu Ostern: DHL kündigt in der Hauptstadt Streiks an

Mögliche Paket-Verspätungen zu Ostern: DHL kündigt in der Hauptstadt Streiks an
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DHL will Auswirkungen für Kunden gering halten

Da es noch zu keiner Einigung gekommen ist, werden Warnstreiks immer wahrscheinlicher. Für die Verbraucher stellt diese Situation ein Problem dar, weshalb sie sich überlegen sollten, wie sie Verspätungen vermeiden könnten. Das gilt nicht nur für die Berliner, sondern auch für Online-Shopper, die in Potsdam, Kleinmachnow und Großbeeren ihren Wohnsitz haben. Ihre Lage ist der Deutschen Post DHL durchaus bewusst, weshalb sich der Logistik-Konzern verbindlich zeigt: „Das Unternehmen hat alle betrieblichen Maßnahmen ergriffen, um die Auswirkungen für die Kunden so gering wie möglich zu halten“, heißt es.

Auch Online-Händler gehören zu den Leidtragenden

Seit dem letzten Streik in der Region Berlin und Potsdam ist nicht viel Zeit vergangen. Anfang März erst ließen rund 600 Mitarbeiter der DHL Delivery die Arbeit kurzzeitig ruhen. Daraufhin kam es zu Verspätungen von Tausenden Paketen. Solche Maßnahmen stellen jedoch nicht nur ein Ärgernis für die Verbraucher dar. Auch die Online-Händler erleiden große Schäden. Kratzer bekommt vor allem ihr Image, weil sie oftmals für die Verspätungen verantwortlich gemacht werden. Das bestätigt eine Studie des Händlerverbands aus dem Sommer 2017. Darin gaben 55 Prozent der Händler an, infolge logistischer Probleme eine schlechte Bewertung erhalten zu haben.

Eugen Zentner ist als Redakteur für onlinemarktplatz.de und als freier Redakteur für die dpa-infocom GmbH tätig.



Kategorien: Logistik & Versender

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