Ehemaliges Rocket-Start-up: Alibaba investiert weitere zwei Milliarden US-Dollar in Lazada

Seit 2012 sorgt Rockets Gründung Lazada in Südostasien für zufriedenstellende Umsatzzahlen. Für den Internet-Giganten Alibaba war das Grund genug, Anteile an dem Start-up zu kaufen. Dafür nahm er in den letzten beiden Jahren zwei Milliarden US-Dollar in die Hand. Jetzt verdoppelt der chinesische Konzern sein Investment. Mit der Neuinvestition geht auch ein Personalwechsel einher.

Ehemaliges Rocket-Start-up: Alibaba investiert weitere zwei Milliarden US-Dollar in Lazada

Ehemaliges Rocket-Start-up: Alibaba investiert weitere zwei Milliarden US-Dollar in Lazada

Der chinesische Online-Riese Alibaba greift schnell zu, wenn er Potential sieht. Deswegen zögerte er 2016 nicht lange, als es die Möglichkeit gab, in das Start-up Lazada zu investieren. Zu diesem Zeitpunkt hatte die Verkaufsplattform in Südostasien bereits für Furore gesorgt, nach erst vier jährigem Bestehen. Lazada gilt noch immer als einer der Glücksgriffe der Berliner Start-up-Schmiede Rocket-Internet, die das Unternehmen 2012 gründete. Seitdem ist dieses in Indonesien, Malaysia, Philippinen, Singapore, Thailand und Vietnam präsent.

Jedes Jahr eine weitere Investition

Allerdings hatte der Konzern um Oliver 2016 eine finanzielle Krise, weshalb er Anteile für eine Milliarde US-Dollar an Alibaba verkaufte. Ein Jahr später investierte der chinesische Internet-Gigant eine weitere Milliarde. Damit gingen alle ehemaligen Rocket-Anteile in Alibabas Hände über. Seitdem besitzt der chinesische Konzern die Mehrheit an Lazada. Doch das scheint ihm nicht gereicht zu haben, weshalb er jetzt seine Investition verdoppelt. Mit dem Zukauf geht zugleich ein Personalwechsel einher: Den bisherigen CEO Max Bittner löst Lucy Peng ab. Sie steht vor der Herausforderung, Lazada in Südostasien zum Erfolg zu führen. Die Region gilt als hart umkämpft, weshalb die Aufgabe der neuen Chefin nicht leicht sein wird. Alibaba gibt sich dennoch positiv, zumal Lazada tiefer in die Infrastruktur des chinesischen Konzerns integriert werden soll.

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Eugen Zentner ist als Redakteur für onlinemarktplatz.de und als freier Redakteur für die dpa-infocom GmbH tätig.

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