Amazon will in den USA sechs weitere Go-Geschäfte eröffnen

Nach Anfangsschwierigkeiten scheint der High-Store Amazon Go erwartungsgemäß zu funktionieren. Nun leitet der Konzern aus Seattle die ersten Schritte für eine Expansion ein. Insidern zufolge sollen in den USA sechs weitere Läden eröffnen – allerdings nicht nur in der Heimatstadt.

An seinem Lebensmittelladen der Zukunft bastelte Amazon ziemlich lange. Vor einem Monat endete schließlich die Testphase. Seitdem öffnet Amazon Go täglich den Verbrauchern in Seattle seine Pforten. Bald sollen es sechs weitere tun, wie einige Insider mitteilten. Die meisten von ihnen will der Internet-Riese offenbar in der Heimatstadt Seattle in Betrieb nehmen, während er für die anderen Los Angeles als Standort ausgesucht hat. Die genaue Verteilung ist jedoch nicht bekannt. Allerdings gab es schon in der kalifornischen Metropole Gespräch zwischen Amazon und dem Entwickler Rick Caruso, den der Online-Händler dazu bringen möchte, einen Go-Laden in dessen Outdoor-Shopping-Center «The Grove» zu platzieren.

Fit für die Expansion

Dass Amazon seine High-Store-Stores nicht schon früher eröffnete, liegt an den Schwierigkeiten, die der Internet-Riese bei der Entwicklung des Systems «Just Walk Out Technology» hatte. Dieses ermöglicht den Kunden, ihr Handy beim Eingang zu scannen, die gewünschten Artikel aus dem Regal zu nehmen und automatisch zu bezahlen. Nun scheint die Technologie gut gerüstet zu sein, weshalb der Konzern die Expansion einleitet. Die Initiative könnte Amazon dazu verhelfen, sich noch mehr in den Alltag der Verbraucher zu integrieren und einen größeren Teil der riesigen Nahrungsmittel- und Getränkeindustrie zu erobern.

Amazon will in den USA sechs weitere Go-Geschäfte eröffnen

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Los Angeles als wichtiger Standort

Die Expansion zeigt aber auch, dass Los Angeles zu Amazons Spielwiese geworden ist. Der Online-Händler nutzt die Metropole immer wieder für neue Produkt- oder Services-Tests. Zugleich ist die Großstadt der erste Ort, an dem er nach Seattle zu expandieren beginnt. Das war bereits bei der Einführung des Lebensmittellieferdienstes Amazon Fresh zu beobachten, der nach fünf Jahren in der Heimatstadt nach Los Angeles kam. Hier begann Amazon auch, an seinem neuen Versandservice zu tüfteln, der bald UPS und FedEx Konkurrenz machen soll.

Eugen Zentner ist als Redakteur für onlinemarktplatz.de und als freier Redakteur für die dpa-infocom GmbH tätig.



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