Drogerie dm will im eigenen Bereich zum besten Omnichannel-Händler werden und setzt auf Digitalisierung

Im E-Commerce nimmt Omnichannel mittlerweile einen prominenten Platz ein. Fast jeder Händler versucht sich in diesem Bereich zu verbessern – so auch die Drogerie-Kette dm. Das Unternehmen hat eine Strategie und will mit ihr die Konkurrenz ausstechen. Den erhofften Erfolg soll vor allem die digitale Transformation bringen.

Die Drogerie-Kette dm gehört zu den fortschrittlichsten in ihrem Bereich. Ihren ersten Online-Shop eröffnete sie bereits 2014, allerdings nicht in Deutschland, sondern in Österreich. Hierzulande zeigte der Händler erst ein Jahr später im Internet Präsenz. Mittlerweile bietet er online 14.000 Produkte an. Das sind 1.500 mehr als in seinen stationären Geschäften. Wie schnell die Drogerie digital wächst, belegen auch die Zahlen mobiler Bestellungen. Rund 70 Prozent besuchen den dm-Online-Shop über ihr Smartphone oder Tablet.

Drogerie dm will im eigenen Bereich zum besten Omnichannel-Händler werden und setzt auf Digitalisierung

Drogerie dm will im eigenen Bereich zum besten Omnichannel-Händler werden und setzt auf Digitalisierung
pixabay.com ©geralt (Creative Commons CC0)

Internet-Geschäft wächst, aber stationärer Handel ist besser

Doch das ist der Drogerie-Kette nicht genug – sie expandiert weiter. Im letzten Jahr ging dm dazu über, die eigenen Produkte auch über Alibabas Online-Marktplatz Tmall zu vertreiben. Omnichannel steht derzeit ganz oben auf der Agenda. Sich nur auf den Online-Handel zu konzentrieren, will der Konzern nicht. Zwar wuchs das Internet-Geschäft im letzten Jahr um satte 80 Prozent, doch der Erlös stellt weiterhin nur einem sehr geringen Teil des Gesamtumsatzes dar. Das liegt vor allem an dem Konsumverhalten vieler Verbraucher, die Güter des täglichen Bedarfs noch immer lieber in stationären Geschäften kaufen. Deswegen bemüht sich dm darum, alle Möglichkeiten auszuschöpfen. „Wir wollen unser Angebot über alle Kanäle so gut vernetzen, dass der Kunde immer dm als die Marke seines Vertrauens ansieht, egal ob er in eines unserer Ladengeschäfte geht oder online beziehungsweise mobil bestellen möchte“, sagt Erich Harsch, der in der Geschäftsführung an der Spitze steht.

Social Media spielt große Rolle

Um zum besten Omnichannel-Händler unter den Drogerien aufzusteigen, setzt dm auf Digitalisierung. „Wir orientieren uns permanent daran, ob sich die neuen Technologien gewinnbringend für unsere Mitarbeiter und Kunden einsetzen lassen, und zwar nicht im monetären Sinn gewinnbringend, sondern auf den Nutzen bezogen“, erklärt Harsch. Einen großen Platz nimmt in dieser Strategie Social Media ein. dm ist nicht nur auf Facebook und Instagram aktiv, sondern unterhält auch eigene Youtube-Channels. In den Videos versucht das Unternehmen, den Verbrauchern nützliche Tipps zu geben. „Digitalisierung geht weit über ein reines Shop-Angebot hinaus“, so Harsch.

Eugen Zentner ist als Redakteur für onlinemarktplatz.de und als freier Redakteur für die dpa-infocom GmbH tätig.



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