Alibaba erwirbt Anteile an weiteren stationären Händlern

Der Online-Handel ist nicht genug: Das hat sich nicht nur Amazon, sondern auch Alibaba auf die Fahnen geschrieben. Deswegen investiert der chinesische Gigant im Heimatland riesige Summen in den stationären Bereich. Zu den jüngsten Beteiligungen gehören eine Einrichtungs- und Möbelkette sowie eine Technologie-Firma.

Alibaba und Amazon gelten als die größten Rivalen. Ihre Konkurrenz geht so weit, dass sie die Strategien des jeweils anderen abkupfern. Wer die Idee zuerst hatte, spielt keine Rolle mehr, weder für sie noch für die Branchenbeobachter. Beide Unternehmen gingen zunächst als Online-Unternehmen an den Start. Nachdem sie zu Giganten avanciert waren, fingen sie an, auch im stationären Handel anzugreifen. Nun investiert Alibaba weitere Milliarden in seine Offline-Expansion.

Alibaba erwirbt Anteile an weiteren stationären Händlern

Alibaba erwirbt Anteile an weiteren stationären Händlern
pixabay.com ©Capri23auto (Creative Commons CC0)

Alibabas neue Beteiligungen

Der chinesische Gigant kauft derzeit im eigenen Land Anteile mehrerer Einzelhändler. Zu ihnen gehört zum Beispiel die zweitgrößte Einrichtungs- und Möbelkette Beijing Easyhome Furnishing, die 223 Filialen betreibt. An ihnen hat sich Alibaba 15 Prozent gesichert. Diese waren dem Online-Riesen rund 706 Millionen Euro wert. Weitaus mehr gab er für die Technologie-Firma Shiji Retail Information Technology aus. Für umgerechnet 396 Millionen Euro erwarb Alibaba 38 Prozent der Anteile. Dass der Gigant eine derart hohe Summe investiert hat, liegt in dem Geschäftskonzept der Technologie-Firma begründet. Diese versucht mithilfe von Daten, die Kundenfrequenz sowohl in der Gastronomie als auch im Einzelhandel zu steigern.

Verknüpfung des Online- und Offline-Shoppings

Ähnliche Investitionen tätigte der Internet-Gigant schon in den Jahren zuvor. Dabei erwarb er unter anderem Anteile an dem Elektronik-Händler Suning und dem Einkaufzentrumsbetreiber InTime. Genauso wie Amazon bemüht sich Alibaba darum, auf diese Weise den Online- und Offline-Handel zu verzahnen und Synergieeffekte zu schaffen. Davon sollen vor allem die Kunden profitieren. Wer zum Beispiel in Zukunft im Internet ein Produkt kauft und unzufrieden ist, bekommt die Möglichkeit, das Problem in einem stationären Geschäft zu lösen.

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Eugen Zentner ist als Redakteur für onlinemarktplatz.de und als freier Redakteur für die dpa-infocom GmbH tätig.

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