Warnung vor aktuellen Phishingmails: eBay, Telekom, WhatsApp

Die Polizei Niedersachsen informiert in ihrem Ratgeber Internekriminalität aktuell über die gängigsten Themenbereiche der Internetkriminalität und Tricks der Cyberkriminellen. Nutzen Sie die enthalten Tipps und sichern Sie Ihren Computer und Ihr Surfverhalten ab. Schützen Sie sich rechtzeitig vor u.a. Betrug, Abzocke, Phishing und Datenmissbrauch. Die folgenden Phishingmails sind im Moment verstärkt unterwegs.

Warnung vor aktuellen Phishingmails: eBay, Telekom, WhatsApp

Warnung vor aktuellen Phishingmails: eBay, Telekom, WhatsApp
pixabay.com ©Alexas_Fotos (Creative Commons CC0)

eBay Bestellung Zahlungsfehler

Bereits vor Weihnachten warnte die Polizei vor Phishingmails im Namen von eBay. Nun sind erneut die Täter aktiv und wollen an die Zugangsdaten von eBay-Nutzern.

Hier für senden die Täter eine Mail mit dem Betreff „eBay Bestellung – Zahlungsfehler“. Dabei behaupten sie, dass Sie versucht hätten einen Gegenstand über eBay vom Account des angeschriebenen Nutzers zu kaufen. Dieses sei jedoch angeblich mit einer Paypal-Fehlermeldung nicht möglich. Der beigefügte Link jedoch führt nicht zu einem Artikel bei eBay sondern zunächst zu einer Phishingseite, die die Zugangsdaten der Nutzer abgreift. Erst im Anschluss leiten die Täter einen weiter zu einer echten eBay-Seite, so dass einem ggf. das Phishing nicht sofort auffällt. Folgen Sie auf keinen Fall dem Link dieser Mail. Sollten Sie tatsächlich eBay-Nutzer und auch Verkäufer sein, so prüfen Sie im Zweifelsfall die Behauptung über Ihren echten Account-Login.
Sollten Sie bereits auf die Masche der Täter hereingefallen sein, so wenden Sie sich unverzüglich an den echten Support und ändern Sie Ihre Zugangsdaten. Erstatten Sie im Anschluss auch Anzeige bei Ihrer örtlichen Polizei.

Mail droht mit Sperrung Ihres Telekom Anschlusses

Zur Zeit häufen sich E-Mails, in denen angeblich die Telekom droht, den Telefonanschluss sperren, da kein Zahlungseingang festgestellt werden konnte. Alles weitere sei in der Rechnung im Anhang zu finden. Dieser Anhang beinhaltet eine ZIP-Datei mit dem Namen des angeschriebenen Empfängers und enthält einen Trojaner, der noch nicht von allen Antivirenprogrammen erkannt wird. Bei Virustotal.com erkennen erst wenige Programme die Schadsoftware.

Öffnen Sie auf keinen Fall die angehängte ZIP-Datei auf einem Windows-Rechner.

Sollten Sie die Datei bereits geöffnet und ausgeführt haben, so scannen Sie mit einem aktuellen Antivirenprogramm Ihren Computer. Nutzern Sie zusätzliche Tools zum Scannen von www.botfrei.de.

Wiederholen Sie den Scan zu späteren Zeitpunkten mehrfach erneut. Möglicherweise ist Ihre Antivirensoftware noch nicht soweit, die Gefahr zu erkennen. Vermeiden Sie Onlinebanking und den Login auf diverse Webseiten, um ein Ausspähen/Manipulieren von Daten zu minimieren. Im schlimmsten Fall müsste das Betriebssystem erneut aufgespielt werden.

Abzock-und Phishingmail fordert zur Zahlung für WhatsApp auf

Mit einer dreisten Masche versuchen aktuell Cyberkriminelle per Mail an Whatsapp-Nutzer zu gelangen. Hierbei wird behauptet, dass das WhatsApp Messenger-Konto der angeschriebenen Person abgelaufen sei. Der Empfänger müsste sich innerhalb von 48 Stunden registrieren und die Gebühr von 0,99 Euro für ein Jahr zahlen. Wer dem beigefügten Link folgt, wird auf eine Webseite geführt, auf der eine Bezahlung mittels Kreditkarte erfolgen soll. Wer längerfristig Ruhe haben möchte, kann gleich für 3 bis 5 Jahre bezahlen. Diese Beträge sind zwar minimal, aber hier gehen die Täter so vor, dass nahezu typische Preise für Apps genannt werden.

Dennoch ist es eine Fälschung und die Polizei rät hier von der Zahlung ab. Neben den geringen Beträgen (wenn diese überhaupt abgebucht werden) ist hier eher mit einer weiteren missbräuchlichen Nutzung der Kreditkartendaten zu rechnen. Alle für spätere Käufe relevanten Daten (Name, Kartennummer, Laufzeit und CVC) werden abgefragt und gelangen so in Täterhände!

Sollten Sie bereits in die Falle getappt sein, so informieren Sie unverzüglich Ihr Kreditkarteninstitut. Lassen Sie die Karte sperren. Erstatten Sie im Anschluss Anzeige bei Ihrer örtlichen Polizei.

Eine Schaden in Bezug auf die WhatsApp-App selbst und den persönlichen Account ist eher unwahrscheinlich, auch wenn die Täter hier die Telefonnummer des Opfers erfragen. WhatsApp wird aktuell kostenfrei angeboten.

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Frank Weyermann
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