Forsa-Studie: Deutsche verzichten größtenteils auf mobiles Bezahlen mit Smartphone

Moderne Technik hat es zuwege gebracht, dass Verbraucher kein Bargeld mehr benötigen, um Waren zu bezahlen. Stattdessen brauchen sie lediglich ihr Smartphone zu zücken. Doch dieses Verfahren genießt in Deutschland noch wenig Vertrauen, wie eine neue Studie zeigt.

Das bargeldlose Bezahlen hat ausgedient – auch im stationären Handel. Diese Aussage ist in den Medien immer öfter zu hören. Als neue Form soll sich stattdessen das mobile Bezahlen mit dem Smartphone etablieren. Die Vorteile erscheinen auf den ersten Blick plausibel: Die Kunden müssen nicht lange nach Scheinen oder Münzen suchen, sondern brauchen lediglich ein Mal zu klicken, um den Geschäftsvorgang zum Abschluss zu bringen. Außerdem liegt das Handy immer in der Tasche, anders als das Bargeld, das man gelegentlich abzuheben vergisst. Daher ist es oftmals viel bequemer mit dem Smartphone zu bezahlen. Und dennoch hat dieses Verfahren in Deutschland noch einen schweren Stand, wie eine neue Studie von Forsa belegt.

Forsa-Studie: Deutsche verzichten größtenteils auf mobiles Bezahlen mit Smartphone

Forsa-Studie: Deutsche verzichten größtenteils auf mobiles Bezahlen mit Smartphone – pixabay.com ©geralt (Creative Commons CC0)

Für 97 Prozent keine Option

Das Forschungsunternehmen hat herausgefunden, dass lediglich drei Prozent der Girokontobesitzer sich für das mobile Bezahlen mit dem Handy entscheiden. Dabei brauchen sie lediglich ein NFC-fähiges Smartphone an Kassenterminals zu halten oder über eine App einen Code zu erstellen, den sie daraufhin an der Kasse einscannen. Dieses Verfahren verweigern insgesamt 97 von 100 Kunden, obwohl es bei so wichtigen Händlern wie Aldi, Lidl oder Rewe angeboten wird. 64 Prozent der Befragten zahlen immerhin mit einer Kredit- oder EC-Karte. Ein Viertel von ihnen soll sie sogar mindestens ein Mal am Tag nutzen, während die Hälfte sie mehrmals pro Woche verwendet.

Bargeld hat noch immer große Bedeutung

Genauso beliebt ist weiterhin das Bargeld. Laut Studie heben es 38 Prozent mindestens ein Mal in der Woche von einem Automaten ab. Alle vierzehn Tage tun dies 27 Prozent der Befragten. Für 23 Prozent ist das zu oft, weshalb sie ein Mal im Monat einen Automaten ansteuern. Dabei gibt es die Möglichkeit, Bargeld auch an Tankstellen oder an Supermarktkassen abzuheben. Doch davon wissen nur die wenigsten. Rund 78 Prozent sollen diese Option noch nie genutzt haben, wie aus der Studie hervorgeht. Befragt wurden insgesamt 1008 Verbraucher, die das 18. Lebensjahr erreicht haben und ein Girokonto besitzen.

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Eugen Zentner ist als Redakteur für onlinemarktplatz.de und als freier Redakteur für die dpa-infocom GmbH tätig.

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