JD.com eröffnet einen stationären Laden für frische Lebensmittel

Alibaba hat es in China vorgemacht: Mit seiner Supermarkt-Kette Hema bietet der Internet-Riese in einigen Großstädten Frischwaren an, die Kunden gleich vor Ort kochen lassen können. Nun zieht sein Konkurrent JD.com nach und eröffnet einen ähnlichen stationären Laden. Hier kommen sogar smarte Einkaufswagen zum Einsatz.

JD.com, nach Alibaba das zweitgrößte E-Commerce-Unternehmen in China, hat in Beijing seinen ersten Supermarkt für Frischwaren eröffnet. Unter der Bezeichnung «7Fresh» soll dieser mit den stationären Läden des Rivalen aus Hangzhou konkurrieren. Das neue Geschäft befindet sich in der Nähe des Hauptsitzes von JD.com im Pekinger Stadtteil Yizhuang und erstreckt sich über eine Grundfläche von 4.000 Quadratmetern. «7Fresh» zeichnet sich vor allem dadurch aus, dass es mit intelligenten Einkaufswagen ausgestattet ist, welche die Kunden zu den gewünschten Gängen führen. Im Sortiment befinden sich diverse frische Lebensmittel, unter anderem Früchte aus Neuseeland oder Rindfleisch aus Australien. Zusätzlich dazu gibt es im Laden Stände, an denen gekochtes Essen angeboten wird.

JD.com eröffnet einen stationären Laden für frische Lebensmittel

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Lieferdienst im Umkreis von fünf Kilometern

Wer möchte, kann sich die Produkte nach Hause liefern lassen. Diesen Dienst bietet «7Fresh» in einem Umkreis von fünf Kilometern an. Der intelligente Supermarkt scheint bei den chinesischen Verbrauchern gut anzukommen. Laut JD.com-Gründer und -Geschäftsführer Liu Qiangdong habe es selbst während der Testphase 10.000 Transaktionen pro Tag gegeben. Dabei ähnelt das Konzept dem Ansatz von Alibaba. Dessen Supermarkt-Kette «Hema» verbindet ebenfalls frisch zubereitete Speien mit dem Einsatz intelligenter Logistik-Technologie.

Bequem bestellen mit der Hema-App und Alipay

In den vergangenen zwei Jahren sind 13 solcher Hema-Filialen in den Großstädten Hangzhou, Beijing und Shanghai entstanden. Die Kunden können bequem von zu Hause aus einkaufen. Dafür müssen sie lediglich auf ihrem Smartphone die Hema-App mit Alipay verbinden. Wer eine der Filialen besucht, kann auch vor Ort essen. Dabei ist es möglich, frische Lebensmittel oder Meeresfrüchte auszuwählen. Die hauseigenen Köche bereiten die Mahlzeiten daraufhin für sie zu. „Physische Geschäfte spielen eine unverzichtbare Rolle während der Costomer Journey und sollten durch datengesteuerte Technologie und personalisierte Dienste in der digitalen Wirtschaft verbessert werden“, sagte Alibaba-Chef Daniel Zhang Yong auf einer Pressekonferenz in Hongkong im November.

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Eugen Zentner ist als Redakteur für onlinemarktplatz.de und als freier Redakteur für die dpa-infocom GmbH tätig.

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