Ergänzung zum smarten Zustell-Service: Amazon übernimmt das Start-up «Blink»

Der Paketbote bringt die Bestellungen direkt in die Wohnung der Kunden, während diese außer Haus sind. Amazon macht dies möglich. Vor wenigen Monaten hat der Internet-Riese ein entsprechendes Zustell-Angebot eingeführt und übernimmt nun einen Spezialisten für Smart-Home-Geräte, mit denen der eigene Service besser werden soll.

Wie alle Akteure in der Logistik-Branche arbeitet auch Amazon an intelligenten Zustell-Lösungen. Dabei setzt der Internet-Riese vor allem auf Smart-Home-Geräte. Erst vor wenigen Monaten startete er in den USA seinen Service «Amazon Key», das alle Prime-Mitglieder nutzen können. Das Smart-Home-System ermöglicht es ihnen, dem Postboten einen Zugang zur eigenen Wohnung zu verschaffen. Dafür benötigen sie lediglich ein intelligentes Türschloss, eine App und vernetzte Sicherheitskameras. Um diese seinen Kunden leichter zur Verfügung zu stellen, hat Amazon jetzt einen Spezialisten für diese Technologie erworben: «Blink». Wie viel der Online-Händler für das junge Unternehmen ausgegeben hat, ist jedoch nicht bekannt.

Amazons «Key-System» lässt sich erweitern

Das Start-up ist erst seit 2016 auf dem Markt. Innerhalb kurzer Zeit konnte es den großen E-Commerce-Giganten auf sich aufmerksam machen, weil es hochwertige Video-Überwachungssysteme entwickelt. Mit dessen drahtlosen Kameras will Amazon nun seinen «Key-Service» weiter ausbauen und für die Kunden attraktiver machen. Bei der Zustellung fangen die smarten Geräte zu laufen an, sobald der Paketbote die Wohnung oder das Haus betritt. In dieser Zeit erhält der Kunde über seine App eine Benachrichtigung und hat die Möglichkeit, sich den Liefervorgang live per Video anzuschauen. Dieses System bietet jedoch weitere Vorteile. Wenn die Nutzer möchten, können sie neben Paketboten auch ihren Verwandten oder Freunden einen Zugang gewähren.

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Eugen Zentner ist als Redakteur für onlinemarktplatz.de und als freier Redakteur für die dpa-infocom GmbH tätig.

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