Walmart führt in den USA einen Personal Shopping Service ein

Der Einzelhandelsriese Walmart tut sehr viel, um mit Größen wie Amazon oder Alibaba in der gleichen Liga zu spielen. Deswegen führt er regelmäßig neue Services ein. Jetzt testet er einen für das personalisierte Shopping. Zusätzlich dazu plant das Unternehmen, Supermärkte zu entwickeln, die an Amazon Go erinnern.

Im Online- wie im Offline-Handel spielt Personalisierung momentan eine große Rolle. Vor allem die großen E-Commerce-Player wie Amazon, eBay und Alibaba bemühen sich in diesem Bereich um Verbesserungen. Zu ihnen will auch der US-amerikanische Einzelhandelsriese Walmart aufschließen, weshalb er einen neuen Personal Shopping Service einführt. Mit ihm will er insbesondere die Gruppe vielbeschäftigter New-York-City-Mütter für sich gewinnen. Als Partner hat Walmart das Start-up «Code Eight» ins Boot geholt, das aus dem eigenen Inkubator stammt.

Walmart führt in den USA einen Personal Shopping Service ein

Kaufempfehlungen per SMS

Das junge Unternehmen testet den Personal Shopping Service bereits. Noch können ihn die Kunden kostenlos nutzen, doch in Zukunft kann es dazu kommen, dass Mitgliedergebühren fällig werden. Das Verfahren ist sehr schlicht: Die Kaufempfehlungen kommen per SMS. Wer sich für ein Produkt entschieden hat, kann es bestellen, indem er zum Beispiel ein Bild dieses Artikels schickt. Eine andere Möglichkeit ist es, eine allgemeine Anfrage zu stellen. Auf diese Weise können es die Kunden dem Service selbst überlassen, die passenden Produkte zu finden. In der derzeitigen Testphase konzentriert sich «Code Eight» ausschließlich auf Produkte aus den Kategorien «Gesundheit», «Schönheit», «Haushaltsgegenstände» und «Zubehör».

Walmart plant kassenlose Supermärkte

Neben diesem Projekt plant Walmart einen kassenlosen Supermarkt, der «Amazon Go» ähnelt. Der Einzelhandelsriese hat noch nichts Konkretes dazu gesagt, doch verraten die Stellenanzeigen, was er im Schilde führt. Gefragt sind Ingenieure, die ein solches Projekt verwirklichen können. Dass Walmart diesen Schritt geht, erscheint angesichts der zwei Millionen Mitarbeiter weltweit als logisch. Viele von ihnen arbeiten noch an der Kasse. Wenn diese überflüssig werden, spart das Unternehmen jede Menge Geld. Außerdem ließen sich die kassenlosen Systeme einfach in die neuen Läden einbauen. Das ist weitaus günstiger, als die alten Stores umzubauen.

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Eugen Zentner ist als Redakteur für onlinemarktplatz.de und als freier Redakteur für die dpa-infocom GmbH tätig.

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