Endlich wieder Erfolg: Rocket Internet präsentiert Geschäftszahlen für die letzten neun Monate

Mit guten Nachrichten konnte Rocket Internet in der Vergangenheit nur selten aufwarten. Doch die Durststrecke scheint vorbei zu sein. Die Geschäftszahlen für die letzten neun Monate belegen, dass sich nicht nur die Beteiligungen der Start-up-Schmiede verbessert haben, sondern auch diese selbst. Positiv fällt das Ergebnis vor allem bei den Verlusten aus.

In den letzten zwei Jahren erlebte Rocket Internet eine nicht enden wollende Talfahrt. Sie scheint die Start-up-Schmiede nun überwunden zu haben, jedenfalls den Zahlen nach. Nach neun Monaten des laufenden Geschäftsjahres präsentieren die Berliner ihre Bilanz für gesamte Periode. Darunter befanden sich auch die Ergebnisse für die wichtigsten Beteiligungen Home24, Westwing, HelloFresh, Global Fashion Group und Jumia. Diesen gelang es, die bereinigten operativen Margen auf Minus zwölf Prozent zu senken. Im Vergleich zum letzten Jahr verbesserten sie sich um fünf Prozentpunkte. Der Umsatz wuchs sogar um 28 Prozent und liegt nun bei 1,85 Milliarden Euro.

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HelloFresh und Delivery Hero sind die Zugpferde

Den größten Beitrag leistete bei der Aufholjagd Kochboxen-Versender HelloFresh, der vor knapp einem Monat an die Börse ging. Sein Erlös betrug in den ersten neun Monaten des laufenden Geschäftsjahres 652 Millionen Euro. Das Ebitda sank hingegen auf Minus 64 Millionen Euro. Erfolgreicher war in diesem Jahr nur Delivery Hero. Allerdings hat Rocket Internet erst kürzlich die Hälfte seiner Anteile an dem Essenslieferdienst verkauft und hält nur noch 13 Prozent. „Im Jahr 2017 gingen zwei unserer Unternehmen erfolgreich an die Börse“, sagte Oliver Samwer erleichtert. „Wir sind stolz auf die Leistungen von Delivery Hero und HelloFresh und gratulieren den Teams zu ihrem Erfolg. Die Investitionen von Rocket Internet im Bereich ‚Essen und Lebensmittel‘ in den Jahren 2014 und 2015 haben sich als erfolgreicher Investitionsschwerpunkt erwiesen. Wir werden auch weiterhin in vielversprechende Internet-Geschäftsmodelle investieren und versuchen, weiterhin attraktive Investitionsmöglichkeiten zu identifizieren.“

Nicht nur die Beteiligungen verbessern sich

Aber nicht nur die Beteiligungen konnten ihre Ergebnisse verbessern, auch Rocket Internet steigerte sich in den letzten neun Monaten. Der Nettoverlust ging zumindest auf 44 Millionen zurück. Das ist eine große Leistung, wenn man bedenkt, dass er vor genau einem Jahr noch bei 642 Euro lag. Das Kapital für das operative Geschäft beträgt momentan 1,9 Milliarden Euro.

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Eugen (Redakteur)

Eugen Zentner ist freier Redakteur, dpa-infocom.



Kategorien: Onlinehandel allgemein

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