Deliveroo erhält frisches Kapital und hat Großes vor

Über das Geschäft kann der Essens-Lieferdienst Deliveroo gerade nicht klagen. Die Umsätze steigen, und das Vertrauen in das Unternehmen wächst. Das hat die jüngste Finanzierungsrunde gezeigt. Gleich mehrere Investoren schütteten insgesamt Millionen im dreistelligen Bereich aus. Mit diesem Geld will das Start-up seine Expansion vorantreiben. Das ist auch nötig bei der Zahl der Städte, in denen der Dienstleister bald starten will.

Im E-Food-Sektor ist weiterhin viel Bewegung. Es gibt nicht wenige Investoren, die in diesem Bereich auf große Profite spekulieren. Das kommt manchen Unternehmen zugute. Zu ihnen zählt der Londoner Essens-Lieferdienst Deliveroo, der kürzlich in einer Finanzierungsrunde satte 480 Millionen US-Dollar eingenommen hat. Mit großen Beträgen hatte das Start-up schon vorher gerechnet und prophezeite im September eine Geldspritze von 385 US-Dollar. Diese Erwartungen wurden nun übertroffen.

Deliveroo erhält frisches Kapital und hat Großes vor

Deliveroo erhält frisches Kapital und hat Großes vor
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Start in gleich 200 Städten

Unter den Finanziers gehören «Rowe Price Associates» und «Fidelity Management & Research Company» zu den profiliertesten und einflussreichsten Vertretern. Neben ihnen haben sich auch «DST Global», «General Catalyst», «Index Ventures», «Accel Partners» und einige private Investoren Anteile an Deliveroo gesichert. Mit dem Geld plant der Essens-Lieferdienst, seine Expansion voranzubringen. Nach eigenen Angaben will er in nächster Zeit in gleich 200 neuen Städten seinen Service anbieten. „Das neue Investment wird Deliveroo dabei helfen, in UK und in der Welt weiter zu expandieren“, sagt Gründer Will Shu und ergänzt euphorisch: „Das alles ist der harten Arbeit unserer Fahrer, den großartigen Restaurants, mit denen wir zusammenarbeiten, und unseren tollen Kunden zu verdanken.“

Auch Einbau von Küchen möglich

Deliveroos Expansion erfolgt jedoch nicht nur geographisch. Das Unternehmen möchte auch neue Geschäftsmodelle entwickeln, um konkurrenzfähig zu bleiben. Im Vordergrund steht dabei der Kunde, dem das Start-up einen hervorragenden Service bieten möchte. Daran arbeiten die Verantwortlichen gerade mit Hochdruck. Einige unkonventionelle Dienstleistungen sind bereis entstanden. So haben Deliveroo-Kunden zum Beispiel seit kurzem die Möglichkeit, Küchen einbauen zu lassen.

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Eugen Zentner ist als Redakteur für onlinemarktplatz.de und als freier Redakteur für die dpa-infocom GmbH tätig.

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Kategorien: E-Food & Supermarkt, Onlinehandel allgemein