Amazon Flex Lieferdienst ist in Deutschland gestartet: Amazon sucht Zusteller

Was im Sommer 2015 noch als Gerücht gehandelt wurde, setzt Amazon nach den USA nun auch in Deutschland um. Amazon plant den Deutschland-Start seines Paketzustelldienstes Amazon Flex. Der Dienst funktioniert ähnlich wie Uber und setzt auf private Auslieferer mit ihren Privatfahrzeugen. Auto-Besitzern, die für Amazon Pakete ausliefern möchten, verspricht Amazon einen Verdienst von bis zu 64 Euro für einen 4-Stunden Block. Anmelden kann sich jeder über 21 Jahre, der im Besitz eines gültigen Führerscheins, eines Autos und eines Android-Smartphones ist. Ähnlich wie bei vergleichbaren Diensten müssen Fahrer einen Hintergrundcheck absolvieren, bevor sie ausliefern dürfen. Ist der Check positiv für den Bewerber verlaufen, können sich die Bewerber für Schichten von zwei bis acht Stunden anmelden und sich für folgende Tage auf Bereitschaft setzen lassen.

Amazon Flex startet in Deutschland: Amazon sucht Zusteller

Bisher ist Amazon Flex nur in Berlin aktiv, Insider gehen jedoch davon aus, dass die Ausweitung in Deutschland nicht lange auf sich warten läßt. So bietet Amazon für Bewerber eine Warteliste an, in die man sich eintragen lassen kann und eine Information bekommt, sobald weitere Liefergebiete aktiv werden.

Hier können sich Bewerber in die Liste eintragen!

Die Überlegungen eine eigene Lieferlogistik aufzubauen, sind nicht neu und aus Amazon-Sicht auch konsequent. Wenn ein eigener Lieferdienst derart konsequent aufgesetzt wird, wie beispielsweise der Kundenservice, liegen die Vorteile für das Unternehmen auf der Hand:

  • Unabhängigkeit von Einflüssen von Dritten wie DHL, Hermes.
  • Kontrolle über große Teile der Logistikkette.
  • Volle Kostenkontrolle
  • Einfacherer Aufbau eines Systems zur taggleichen Belieferung

Michael Lierow, Partner der Unternehmensberatung Oliver Wyman sieht in den Plänen von Amazon eine Gefahr für die angestammten Paketdienste in Deutschland. Von den pro Jahr etwa drei Milliarden Paketen im deutschen Paketmarkt stammten zirka 20%, das sind etwa 600 Millionen Pakete, alleine von Amazon, so die Ermittlungen des Logistikexperten. Mögliche Wachstumspotentiale seien hier noch nicht hineingerechnet. Neue Service-Angebote wie „Amazon Fresh“, „Prime Now“ oder „Amazon Flex“, die Auslieferung durch Privatpersonen, könnten das Wachstum noch enorm steigern.

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Frank Weyermann
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