Jeder Mitarbeiter ein Smartphone: Drogerie-Kette dm investiert weiter in Digitalisierung

Digitalisierung hat für die Drogerie-Kette einen großen Stellenwert. Seit Jahren investiert sie in diesen Bereich und will nun auch in seinen Filialen entsprechende Änderungen vornehmen. Am Ende dieses Jahres bekommen alle Mitarbeiter im stationären Handel ein Smartphone. Das soll vor allem dem Service dienen – aber nicht nur.

Die Drogerie-Kette dm bemühte sich in den letzten Jahren verstärkt um Digitalisierung. Insgesamt investierte sie 175 Millionen Euro. Das scheint sich ausgezahlt zu haben. Denn das Internetgeschäft wächst seitdem rasant. Allerdings will das Unternehmen nicht nur seinen Online-, sondern auch seinen Offline-Handel ausbauen und setzt hier ebenfalls auf Digitalisierung. Um in den Filialen einen besseren Service zu ermöglichen, stattet dm am Ende des Jahres alle seine Mitarbeiter mit einem Smartphone aus, wie die Unternehmensführung mitteilte. Das betrifft sowohl die Verkäufer als auch die Berater.

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Bessere Kommunikation mit den Kunden

Die Anschaffung soll sich auf insgesamt 25.000 Smartphones belaufen. Sie sollen nicht nur in den Dienst der Kunden gestellt werden, sondern auch den Mitarbeitern zu mehr Kompetenz verhelfen. Mit den Geräten müssen sie zum Beispiel nicht lange suchen, um herauszufinden, ob ein Artikel sich im Sortiment befindet. Darüber hinaus können sie sehr schnell prüfen, welche Inhaltsstoffe ein Produkt enthält, wenn die Kunden das wissen wollen. Einige Klicks reichen aus, um wichtige Fragen innerhalb weniger Minuten zu klären. Deshalb geht es dm bei der Digitalisierungsstrategie vordergründig um die Optimierung von Prozessen, der Arbeitsweise, der Arbeitsmittel sowie der Kommunikation. Dafür will dm öffentlichkeitswirksam werben. Hilfe bekommt die Drogerie-Kette dabei von dem Karlsruher Zentrum für Kunst und Medien. „Wir haben uns zusammengeschlossen für eine außerschulische Lernwelt“, sagte dessen Direktor Peter Weibel.

Bargeldloses Bezahlen, Influencer und Blogger

Zusätzlich zu diesen Maßnahmen versucht dm, in seinen Filialen bessere Bedingungen für bargeldloses Bezahlen zu schaffen. In einigen Geschäften laufen bereits die ersten Tests. Hier können Kunden zum Beispiel kontaktlos mit ihrer Karte einkaufen. Zu den weiteren Initiativen des Unternehmens gehört die Zusammenarbeit mit Influencern und Bloggern, die für dm Kunden gewinnen sollen. Diese Aktivitäten könnten der Drogerie-Kette einen zusätzlichen Antrieb geben. Grund zu klagen hat sie aber nicht. Denn das Geschäft läuft schon jetzt sehr gut. Der Gesamtumsatz stieg um 5,7 Prozent auf 10,26 Milliarden Euro. Den größten Teil davon (7,86) erwirtschaftete dm in Deutschland, wo der Erlös ebenfalls um 4,8 Prozent wachsen konnte.

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Eugen Zentner ist als Redakteur für onlinemarktplatz.de und als freier Redakteur für die dpa-infocom GmbH tätig.

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