Amazon will Sport-Eigenmarke ins Leben rufen

Amazon bleibt im E-Commerce weiterhin offensiv. Medienberichten zufolge soll der Internet-Riese mit dem Gedanken spielen, eine eigene Sportwear-Marke zu gründen. Dafür hat er bereits zwei asiatische Partner an Bord geholt, die in der Branche nicht wenige Erfahrungen sammeln konnten.

Amazon ist für seine Umtriebigkeit bekannt. Der Internet-Riese agiert in nahezu allen Feldern und bringt nicht nur neue Geschäftsideen und Services hervor, sondern ruft auch Eigenmarken ins Leben. Daher verwundert es wenig, dass er sich zunehmend im umsatzstarken Segment der Fashion-Branche betätigt. In Europa gibt es bereits Amazons eigenes Mode-Label «Find». Auf internationaler Bühne führte der Gigant hingegen die Fashion-Marken «Goodthreads» und «Paris Sunday» eine. Jetzt plant er eine weitere, die sich auf Sportwear konzentrieren soll.

Amazon will eigene Sport-Eigenmarke ins Leben rufen

Amazon will eigene Sport-Eigenmarke ins Leben rufen
pixabay.com ©TonnyNijkrake (Creative Commons CC0)

Amazon holt zwei Sportwear-Hersteller an Bord

Um die Marke aufzubauen, will Amazon mit zwei erfahrenen Herstellern kooperieren. Als ersten Partner konnte der Online-Händler die taiwanesische Firma Makalot Industrial Co. gewinnen, die bereits mit «Gap» und «Uniqlo» zusammenarbeitete. Kein unbekannter in der Sportwear-Branche ist auch Amazons zweiter Produzent: «Eclat Texile». Der ebenfalls aus Taiwan stammende Hersteller zählt zu seinen Kunden so große Namen wie «Nike», «Under Armour» oder «Lululemon». Diese Partner sollen die neue Sport-Marke zum Erfolg führen. Gleiches gilt für die Senior-Brand-Managerin für Active Apparel, als welche laut Medienberichten Kirsten K. Harris fungieren wird. Auch sie bringt viel Erfahrung in dem Bereich mit, zumal sie in der Vergangenheit für Eddie Bauer und Nike arbeitete.

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Aktie anderer Sportartikel-Hersteller verliert an Wert

Dass Amazon seine eigene Sportwear-Marke aufbaut, erscheint nach Ansicht der Experten als ein logischer Schritt. Die Online-Verkäufe solcher Artikel steigen kontinuierlich. Das beweisen die Zahlen, denen zufolge die Umsätze seit 2011 von 11 auf 19 Prozent wachsen konnten. Zugleich stellt Amazons Engagement eine Gefahr für die anderen Sportartikelhersteller dar. Ihre Aktienwerte fielen sofort, nachdem die Pläne des Internet-Riesen aus Seattle bekannt geworden waren. Von den Verlusten betroffen sind zum Beispiel «Lululemon» und «Under Armour», die an der Börse ein Minus von 4,9 und 2,8 Prozent hinnehmen mussten.

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Eugen Zentner ist als Redakteur für onlinemarktplatz.de und als freier Redakteur für die dpa-infocom GmbH tätig.

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