Amazon arbeitet an Smart-Lock-Lösungen und kooperiert mit Spezialisten

Oftmals sind die Online-Shopper nicht zu Hause, wenn ihre Bestellungen eintreffen. Deswegen arbeiten Händler wie Logistiker an entsprechenden Lösungen, so auch Amazon. Der Internet-Riese entwickelt derzeit einen speziellen Türöffner und kooperiert mit Smart-Lock-Herstellern. Das könnte den ganzen Markt befruchten.

Amazon investiert weiter in neue Technologien, um die Zustellbedingungen zu verbessern. Immer mehr Online-Shopper wünschen sich, dass ihre Bestellungen auch dann bei ihnen zu Hause ankommen, wenn sie zum Zeitpunkt der Lieferung abwesend sind. Deswegen arbeitet der Gigant aus Seattle an einem Türöffner, der Paketboten einen einmaligen Zugang in die Wohnung der Kunden ermöglichen soll. Zusätzlich dazu arbeitet Amazon mit dem Unternehmen Pharme zusammen. Dieses hat sich auf fernbedienbare Schlüsselboxen für Kennzeichenhalter spezialisiert. Mit dessen Technik ließen sich Pakete auch im Auto der Online-Shopper hinterlassen. Dafür müssten sie aber einen einmaligen und zeitlich begrenzten Zugriff auf den Kofferraum gewähren.

Amazon arbeitet an Smart-Lock-Lösungen und kooperiert mit Spezialisten

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Immer mehr Smart-Lock-Lösungen

Nach dem gleichen Prinzip würde auch der Türöffner funktionieren, an dem Amazon derzeit arbeitet. Ähnliche Smart-Lock-Lösungen haben in jüngster Vergangenheit auch schon andere Unternehmen eingeführt. Allerdings ist die Nachfrage noch sehr überschaubar. Das könnte sich in Zukunft aber ändern, wenn Amazon auch diese Nische besetzt. Dass der Internet-Gigant mit Schloss- und Garagentorherstellern kooperieren will, ist schon seit dem letzten Jahr bekannt. Nun macht er ernst, zumal sein Konkurrent Walmart kürzlich seine Partnerschaft mit dem Smart-Home-Geräte-Hersteller «August» bekanntgegeben hat. Mit der Kofferraumzustellung experimentiert Amazon schon länger. Erste Versuche gab es im Mai 2015, als der Online-Riese DHL und Audi für ein Pilotprojekt gewinnen konnte.

Smarts und DHLs Lösung für die Kofferraumzustellung

Eine ähnliche Lösung entwickelte der Automobilhersteller Smart. Zusammen mit DHL testete er in mehreren deutschen Städten das System «Smart ready to drop». Hierbei erhält der Paketbote einen einmaligen Zugangscode über eine spezielle App und kann mit ihm den Kofferraum öffnen, um die Bestellungen dort zu hinterlegen. Diesen digitalen Schlüssel zum Auto erstellt der Kunde selbst, ebenfalls über die App. Diese muss er dann in das c/o-Feld eingeben. Zusätzlich dazu ist eine Installation der Connectivity Box notwendig, damit die App das Auto des Kunden ortet.

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Eugen (Redakteur)

Eugen Zentner ist freier Redakteur, dpa-infocom.



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