Lebensmittel-Lieferung direkt in den Kühlschrank: Walmart kooperiert mit Smart-Home-Geräte-Hersteller August

Der Konkurrenzkampf zwischen den großen E-Commerce-Unternehmen ist hart. Walmart will sich dieser Herausforderung dennoch stellen und experimentiert in diesem Bereich genauso rege wie der Rivale Amazon. Dabei setzt der Einzelhandelsriese ebenfalls auf smarte Geräte, wie die jüngste Kooperation mit dem Hersteller «August» beweist. Mit seiner Hilfe sollen Kunden in den Genuss einer Lieferoption kommen, bei der der Zusteller die bestellten Lebensmittel gleich im Kühlschrank verstaut.

Walmart hat im E-Commerce große Ambitionen und bemüht sich schon lange, mit dem Konkurrenten Amazon schritt zu halten. Um die Kunden mit ähnlichen innovativen Services für sich zu gewinnen wie der Rivale aus Seattle, startet der Einzelhandelsriese jetzt ein Testprojekt mit «August», einem Hersteller von Smart-Home-Geräten. Dessen digitale Türklingel und Überwachungskameras sollen es den Zustellern ermöglichen, die bestellten Produkte direkt ins Haus der Online-Shopper zu liefern. Diesen Service will Walmart vor allem Kunden schmackhaft machen, die im Internet Lebensmittel bestellen. Sie können die Zusteller dann sogar in den Kühlschrank oder das Gefrierfach legen, damit zum Beispiel Milchprodukte, Fleisch oder Säfte nicht verderben.

Lebensmittel-Lieferung direkt in den Kühlschrank: Walmart kooperiert mit Smart-Home-Geräte-Hersteller August

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Den ganzen Lieferprozess per Smartphone mitverfolgen

Als Ort hat sich der Einzelhandelsriese Silicon Valley ausgesucht, wo bald ausgewählte Kunden den Dienst ausprobieren dürfen. Diese werden eine August-Smart-Sperre nutzen, um den Auslieferungsfahrern einen einmaligen Zugang in ihr Haus zu ermöglichen. Wer diese Smart-Home-Geräte nutzt, kann den gesamten Lieferprozess von Anfang bis Ende über sein Smartphone mitverfolgen. Bevor es losgeht, erhält der Kunde eine Benachrichtigung per Messenger. Als Lieferpartner kooperiert der Logistik-Dienstleister «Deliv» mit Walmart. Seine Fahrer werden bei diesem Projekt jedes Mal einen einmaligen Code verwenden, um mit den bestellten Produkten das Haus der Kunden zu betreten. Handelt es sich dabei um ein Paket, stellt der Zusteller es an einem sicheren Ort ab. Lebensmittel verstaut er im Kühlschrank.

Die Kostenfrage ist noch offen

«August» ist der erste Hersteller von Smart-Home-Geräten, mit dem der Einzelhandelsriese zusammenarbeitet. Sollte das Projekt erfolgreich verlaufen, will er sich um weitere Partner bemühen. Was der Service kosten würde, hat Walmart noch nicht verraten. Denn die Preisgestaltung stelle nach eigenen Aussagen einen der Punkte dar, die das Unternehmen in der Testphase klären möchte. Letztendlich wird es auch davon abhängen, wie viel Kunden für die zusätzliche Bequemlichkeit zu zahlen bereit sind. Wer sich für diesen Service entscheidet, kann ihn sowohl innerhalb als auch außerhalb der Städte nutzen. Es müssen lediglich die nötigen «August»-Geräte vorhanden sein. „Wir freuen uns, diesen Test im Silicon Valley mit einer Handvoll von August-Home- Kunden zu starten, die sich alle dafür entschieden haben, an diesem neuen Konzept teilzunehmen“, sagte Sloan Eddleston, der bei Walmart als Vizepräsident für den Bereich E-Commerce Strategy & Business zuständig ist.

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Eugen Zentner ist als Redakteur für onlinemarktplatz.de und als freier Redakteur für die dpa-infocom GmbH tätig.

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Kategorien: E-Food, Onlinehandel allgemein

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