DHL und Huawei beschleunigen Inbound-to-Manufacturing-Logistik mit Internet-der Dinge-Lösung

DHL Supply Chain und Huawei Technologies haben gemeinsam eine Narrowband Internet of Things (NB-IoT) Anwendung in einem Standort für Kunden aus dem Automobilsektor in Liuzhou, China, in Betrieb genommen. NB-IoT ist eine neue standardisierte Funktechnologie für das Internet der Dinge, die die bestehende Netzinfrastruktur nutzt. Dadurch ist der Investitionsbedarf begrenzt. Durch die Vereinfachung und Straffung der Hoflogistik für die Inbound-to-Manufacturing (I2M)-Logistik soll die Lösung die Materialströme vor Ort deutlich beschleunigen. Die Machbarkeitsstudie läuft noch bis Ende September mit 100 DHL-Fahrern in einem Bereich mit 30 Laderampen.

„Dank der NB-IoT-Technologie von Huawei und China Mobile konnten wir diese einzigartige Lösung entwickeln und realisieren. Die durch diverse industrielle Multimedia-IoT-Protokolle und -Schnittstellen unterstützte Lösung bietet Konnektivitäts-, Smart-Operations- und Gerätemanagement-Funktionen. Die Erprobung neuer Technologien wie NB-IoT ist einer von vielen Ansätzen, mit dem wir die Digitalisierung unseres Unternehmens in China vorantreiben“, erläutert Yin Zou, CEO DHL Supply Chain Greater China.

DHL und Huawei beschleunigen Inbound-to-Manufacturing-Logistik mit Internet-der Dinge-Lösung

Gerade in I2M-Niederlassungen mit zahlreichen Materialströmen sind die Abläufe häufig ineffizient und damit zu zeitaufwändig. Durch die hohe Zahl verschiedener Bauteile, die von entscheidender Bedeutung für den Fertigungsprozess sind, ist in diesen Anlagen auch der LKW-Umschlag sehr hoch. Durch Anlieferungen an die falsche Laderampe kann es hier zu erheblichen Verzögerungen kommen – z.B. wenn Reifen am Anfang statt am Ende der Montagestraße angeliefert werden. Nur durch eine optimale Steuerung des LKW-Verkehrs ist sichergestellt, dass Laderampen effizient genutzt und Materialien am richtigen Ort entladen werden.

Die Lösung von DHL und Huawei basiert auf NB-IoT-Chipsätzen mit integrierten Fahrzeugdetektoren, die Mobilfunkstandards wie LTE nutzen. Sie erfordern keine Infrastrukturinvestitionen und ermöglichen eine einfache und wirtschaftliche Umsetzung. Für die Datenübertragung werden bestehende, auf den NB-IoT-Standard aufgerüstete öffentliche Basisstationen genutzt. Mit der neuen Lösung kann DHL Supply Chain in jedem Terminal automatisch Echtzeit-Daten zur Verfügbarkeit der Laderampen erfassen. Dadurch erhalten die Dispatcher und Fahrer einen besseren Überblick. Bei Ankunft eines LKW meldet sich der Fahrer über eine mobile App an und erhält eine Wartenummer sowie eine Indikation der voraussichtlichen Wartezeit. Daraufhin prüft das Hofverwaltungssystem automatisch die Verfügbarkeit der Laderampen und übermittelt über die App regelmäßige Status-Updates. Sobald eine Laderampe frei ist, wird der Fahrer angewiesen, diese anzufahren. Auf diese Weise können die eintreffenden LKW je nach aktuellem Bedarf am Fertigungsstandort priorisiert werden, und alle Materialien werden am richtigen Ladeplatz entladen. Dadurch halbiert sich die im Schnitt 40-minütige Wartezeit der Fahrer. Gleichzeitig reduziert die optimierte Ressourcensteuerung das Risiko von Produktionsverzögerungen erheblich, da Materialien so rechtzeitig dort eintreffen, wo sie gebraucht werden.

„Das Internet der Dinge könnte der globalen Logistikindustrie bis 2025 ein Plus von bis zu 1,77 Billionen Euro bringen. Dieses Potenzial wollen wir gemeinsam mit Huawei nutzen, indem wir mobile IoT-Technologien entwickeln, die eine Vielzahl von Geräten über große Entfernungen miteinander vernetzen können. Unser Ziel ist eine bessere Integration der Prozesse entlang der gesamten Wertschöpfungskette der Logistik durch mehr Konnektivität. Dadurch wird sich auch die Kundenerfahrung nochmals verbessern“, ergänzt Dr. Markus Voss, Chief Information Officer & Chief Operating Officer, DHL Supply Chain.

Im Rahmen der noch bis Ende September laufenden Machbarkeitsstudie von DHL soll die neue Lösung durch weitere Zusatzfunktionen wie eine automatische Kennzeichenerkennung und Geofencing ergänzt werden. Für DHL markiert diese Innovation einen weiteren Meilenstein in der Umsetzung strategischer IoT-Projekte, darunter die Einführung von IoT-Cockpits in intelligenten Lagern in ganz Europa sowie entsprechende Pilotprojekte in Asien.

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Frank Weyermann
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Kategorien: Logistik & Versender

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