Pay after Delivery: Spryker und AfterPay gehen Kooperation ein

Der Kauf per Rechnung steht bei den Deutschen noch immer ganz oben. Das wissen auch die Online-Händler, weshalb sie sich um moderne Pay-after-Delivery-Lösungen bemühen. Eine bietet der Dienstleister Arvato an. Sie steht ab sofort allen Verkäufern zur Verfügung, die das E-Commerce-Betriebssystem Spryker nutzen.

PayPal gewinnt bei den Online-Shoppern zwar weltweit an Zuspruch, doch in Deutschland bevorzugen die Verbraucher noch immer die gute alte Rechnung. Darauf stellen sich die digitalen Verkäufer ein, um sie als Kunden zu gewinnen. Deswegen greifen sie gerne zu Pay-after-Delivery-Lösungen, wie sie zum Beispiel das Unternehmen Arvato Financial Solutions anbietet. Sein Produkt heißt AfterPay und steht ab sofort allen Herstellern und Händlern zur Verfügung, die das E-Commerce-Betriebssystem Spryker nutzen. Dank der Partnerschaft der beiden Anbieter können die Verkäufer ihren Kunden sowohl den Raten- als auch den Kauf auf Rechnung anbieten.

Wovon die Online-Händler profitieren

Der Vorteil für die Händler besteht auch darin, dass Arvato für sie das komplette Handling sowie das Debitoren- und Forderungsmanagement übernimmt. Außerdem verspricht der Payment-Anbieter, die Auszahlung durchzuführen, sobald die Ware versandt ist. Zusätzliche Hilfe bekommen die Online-Händler bei Lastschriftzahlungen oder wiederkehrenden Zahlungen, wie sie bei Abo-Geschäftsmodellen üblich sind. Außerdem will AfterPay den Kunden den Checkout-Prozess erleichtern und das Kauferlebnis steigern. Dazu soll die Integration von Produktbildern in der Rechnungsstellung beitragen, wie Arvato mitteilt.

Integration der Checkout-Daten in Google Analytics

Für den Umgang mit den Checkout-Daten hat sich AfterPay ebenfalls etwas überlegt: Sie werden in Google Analytics integriert, damit die Online-Händler ein besseres Verständnis davon bekommen, was ihre Kunden sich wünschen. Auf dieser Grundlage lassen sich nicht zuletzt Kampagnen planen, die einen größeren Mehrwert schaffen. „Gerade in Hinblick auf eine zunehmende Konsolidierung und damit einhergehende Anonymisierung des Online-Handels, getrieben durch Vergleichsportale und dominierende Händler, ist es aus unserer Sicht essentiell, dem Kunden eine optimale Customer Journey und ein perfektes Markenerlebnis bieten zu können. So bieten wir Händlern die Möglichkeit an, ihre Marke und Folgeangebote zielgruppenspezifisch im Payment-Workflow darzustellen“, sagt AfterPay-Manager Sebastian Kespohl. „Dies ist gerade in Hinblick auf die Gewinnung von langfristigen Kundenbeziehungen bedeutsam. Wir sind davon überzeugt, dass das Commerce Betriebssystem von Spryker die ideale Technologie bietet, um die hochspezifischen Anforderungen unseres Geschäftsmodells in ein digitales Produkt umzusetzen und freuen uns, Zahlungsprozesse von Spryker Kunden um das AfterPay Modul zu erweitern.

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Eugen Zentner ist als Redakteur für onlinemarktplatz.de und als freier Redakteur für die dpa-infocom GmbH tätig.

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Kategorien: Onlinehandel allgemein, Payment

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