Weniger Ärger mit Rücksendungen: Pick-by-Vision-System vereinfacht das Retourenmanagement

Retouren sind für Händler ein zweischneidiges Schwert: Einerseits verursachen sie Kosten und rauben Zeit. Andererseits erleichtern sie den Kunden die Kaufentscheidung und tragen zum Umsatz bei. Deswegen sucht man in der Branche nach Lösungen, mit denen sich das Retourenmanagement optimieren lässt. Eine Option ist das Pick-by-Vision-System.

Retouren sind aus der Sicht der Händler lästig und teuer. Allerdings kann es sich keiner erlauben, Rücksendungen nicht anzubieten. Denn die Retourenmöglichkeit ist es, die den Kunden Sicherheit gibt und ihnen die Kaufentscheidung erleichtert. Deswegen ist es für die Online-Anbieter umso dringlicher, die Rücksendebedingungen zu optimieren, damit keine unnötigen Kosten entstehen. Dabei lässt sich das Retourenmanagement mittlerweile mit einer Datenbrille effizienter gestalten. Pick-by-Vision heißt das Konzept und ermöglicht es, dass Kommissionierer in einem Versandlager wichtige Informationen mit Hilfe von WLAN-Technik über solche Wearables erhalten.

Retourenmanagement mit Datenbrille effizienter gestalten
Bild von Picavi

Pick-by-Vision vereinfacht die Arbeit im Lager

Die Datenbrille erleichtert den Logistik-Mitarbeitern die Arbeit, weil sie ihnen alle Daten auf einen Blick liefert, die sie benötigen. Das ist insofern wichtig, als die Retouren im Lager oftmals unsortiert und ohne Angaben von Informationen eintreffen. In solchen Situationen stehen die Logistik-Mitarbeiter vor großen Herausforderungen, weil sie die Rücksendungen klassifizieren müssen. Hierbei gilt es zu erfahren, um welchen Antrag und Artikel es sich handelt. Nicht minder wichtig ist der Grund für die Rücksendung. Bis sie das ohne technische Hilfe herausfinden, vergeht wertvolle Zeit. Die Datenbrille schafft jedoch Abhilfe, schon deswegen, weil die Mitarbeiter die Hände freihaben und gleichzeitig die erforderlichen Informationen aufnehmen können. Während sie die Rücksendungen entpacken und die Artikel untersuchen, haben sie die Möglichkeit, jederzeit die Daten abzugleichen. Außerdem enthalten solche Wearables einen integrierten Scanner, mit dem sich anderweitige Informationen abrufen lassen, wenn sie zu Identifikationszwecken nötig werden. Auf diese Weise dokumentieren die Mitarbeiter den Eingang von Rücksendungen, sodass auch andere Kommissionierer diese Daten über ihre Geräte erhalten.

Bessere Kommunikation zwischen Händler und Kunden

Die Echtzeitdatenübertragung ist die größte Stärke solcher Brillen, zumal es eine Verbindung zwischen dem Pick-by-Vision- und dem übergeordneten ERP-System gibt. Sie macht es den Händlern einfach, den Überblick über das aktuelle Retourenaufkommen und die Warenbestände zu behalten. Trifft ein Artikel in gutem Zustand ein, kann der Händler ihn sofort wieder in das Shop-Angebot aufnehmen. Von dem zügigen Informationsfluss profitieren auch die Kunden, weil der Händler sich zum Beispiel bei Reklamationen schneller mit ihnen in Verbindung setzen kann. Kommt das Produkt beschädigt zurück, lässt sich mit der Datenbrille-Kamera ein Foto machen und dieses prompt an den Käufer schicken. Die Retourenprozesse werden dadurch einfacher und transparenter.

Schnell Entscheidungen treffen

Der Zustand zurückgekommener Produkte ist für die weiteren Schritte ausschlaggebend. Denn die Mitarbeiter müssen schnell entscheiden, was sie mit dem jeweiligen Artikel machen sollen. Dabei stellen sich ihnen zum Beispiel Fragen, ob die Ware eine Reparatur oder Reinigung benötigt. Vielleicht sollte das Produkt aber auch neu verpackt oder zurück in das Lager gebracht werden. Gegebenenfalls taugt der Artikel nur noch als B-Ware für den Sonderverkauf. Andere Produkte gehören in den Müll. Doch wie sollen die Beschäftigten im Lager verfahren? Was in den jeweiligen Situationen zu tun ist, gibt im Pick-by-Vision-System die Datenbrille vor. Die Wearables führen die Mitarbeiter Schritt für Schritt durch den ganzen Entscheidungsprozess und machen sie darauf aufmerksam, worauf zu achten ist. Unübersichtliche Listen werden dadurch überflüssig, sodass die Kommissionierer wertvolle Zeit für andere Tätigkeiten gewinnen.

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Eugen Zentner ist als Redakteur für onlinemarktplatz.de und als freier Redakteur für die dpa-infocom GmbH tätig.

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Kategorien: Logistik, Versender, Onlinehandel allgemein

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