Innovation in der Intralogistik – Das Zusammenspiel von Mensch und Roboter

Die Intralogistik immer stärker automatisiert. Der technische Fortschritt im Bereich der Lagertechnik führt zu einer Optimierung der Arbeitsabläufe, wobei sich die Vernetzung nicht nur positiv auf die Produktion in der Betriebseinrichtung auswirkt, sondern auch die Bedingungen für die Arbeiter verbessert. Doch welche Perspektiven bietet die Zukunft in Bezug auf die Wirtschaftlichkeit, Schnelligkeit und Sicherheit in der Logistik-Branche?

Pilotprojekt: Roboter im Tagesbetrieb von Großlagern

Ein gemeinsames Pilotprojekt vom finnischen Technologiekonzern Wärtsilä und dem Versandunternehmen DHL zeigt, was im Zusammenspiel von Mensch und Maschine möglich ist: Der Einsatz von Robotern in Großlagern ist nicht nur denkbar, sondern führt sogar zu einer Verbesserung des Tagesbetriebs. Die Roboter von Fetch Robotics wurden dazu im niederländischen Zentrallager eingesetzt, in dem die Steuerung der gesamten Logistikkette für Ersatzteile des Technologiekonzerns abgewickelt wird, um zu überprüfen, ob Arbeitsabläufe durch technische Innovationen optimiert werden können. Die Roboter übernahmen dazu körperlich anstrengende Aufgaben und entlasteten so die Arbeiter vor Ort merklich.

Einsatz von technischen Hilfsmitteln bei Platzmangel

Bis solche technischen Innovationen jedoch im großen Rahmen in der Lagertechnik zum Einsatz kommen können, dauert es noch. Nachdem das Pilotprojekt erfolgreich war, will Wärtsilä mit Partnern zwar die Einsatzmöglichkeiten mobiler Roboter weiterentwickeln, jedoch müssen hier weitere, umfangreiche Tests durchgeführt werden. Im Zusammenspiel von Mensch und Technik steht deshalb momentan die Automatisierung durch Flurförderzeuge im Mittelpunkt. Dabei handelt es sich um Transportmittel wie die zum Synonym gewordene Ameise des Hamburger Unternehmens Jungheinrich, mit denen in der Lagerlogistik Güter horizontal bewegt werden können. Für den Menschen bedeutet der Einsatz dieser Geräte zum einen weniger körperlich belastende Tätigkeiten und zum anderen mehr Effizienz in den betrieblichen Abläufen.

Aus wirtschaftlicher Sicht ist dies ein immenser Vorteil, da solche Hilfsmittel den Platzmangel umgehen und eine Hoch- und Tieflagerung der Güter ermöglichen. So hat beispielsweise der deutsche Haushaltsgerätehersteller Miele erst kürzlich 30 Millionen Euro in die Lagertechnik investiert und sein Ersatzteillager in Gütersloh in Betrieb genommen. „Alle Ersatzteilbestellungen unserer Kunden im In- und Ausland laufen ebenso in Gütersloh zusammen wie auch die Absatzplanungen der Miele-Vertriebsgesellschaften“, sagt Dr. Stefan Schwinning, Leiter des Zentralbereichs Distributionslogistik International. Ausgestattet mit moderner Lager- und Fördertechnik, sind viele Arbeitsabläufe insofern automatisiert, als dass die Ein- und Auslagerung rechnergesteuert ist. So sind die diversen Abteilungen effizient miteinander verbunden.

Weiterentwicklung von Robotern und Maschinen

Unternehmen haben erkannt, dass steigende Lagermengen durch den Einsatz von modernen Innovationen wie Roboter bewältigt werden können. Auch die Sicherheit in Großlagern wird erhöht, da die Fachkräfte für Lagerlogistik deutlich weniger Gefahrensituationen ausgesetzt sind. Auf lange Sicht werden menschliche Arbeiter jedoch nicht überflüssig, da Roboter zum einen navigiert werden müssen, und zum anderen nicht absehbar ist, ob Roboter das menschliche Auge ersetzen können. Eines der größten Probleme in der Entwicklung und Optimierung von Robotern ist laut Experten der Griff nach den Gütern an sich. Während sich ein Mensch flexibel auf die unterschiedlichen Verpackungen einstellen kann, können Roboter-Greifarme nicht das gesamte Spektrum abdecken. Und so steht zunächst die Weiterentwicklung innovativer technischer Methoden im Vordergrund, bis eine vollautomatisierte Intralogistik realistisch ist.

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Frank Weyermann
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Kategorien: Logistik, Versender

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